Geballte Frauenpower im ZDF-Politdrama "The Wall"

Nicolette Krebitz, Barbara Auer, Naja Uhl und Angela Winkler (v.l.n.r.) am Set des ZDF-Dreiteilers "The Wall"
Nicolette Krebitz, Barbara Auer, Naja Uhl und Angela Winkler (v.l.n.r.) am Set des ZDF-Dreiteilers "The Wall"
Foto: © ZDF/Mathias Bothor
Für den TV-Dreiteiler "The Wall" stehen aktuell Barbara Auer, Nadja Uhl und Nicolette Krebitz vor der Kamera.

Um die "dramatischen Hintergründe des wirtschaftlichen wie moralischen Zusammenbruchs der DDR", so eine Mitteilung vom Sender geht es in einem neuen Dreiteiler, der seit Mitte September in Berlin, Prag und Umgebung gedreht wird. Unter der Regie von Michael Krummenacher ("Acht Tage") stehen neben den GOKA-prämierten Hauptdarstellerinnen Barbara Auer (1989), Nadja Uhl (2014) und Nicolette Krebitz (1995 + 2004) unter anderem Oliver Masucci, Joachim Król, Angela Winkler, Alexander Beyer, Fabian Hinrich und Milan Peschel vor der Kamera, die Drehbücher stammen von Michael Klette, Charlotte Wetzel, Rolf Basedow und Gabriela Sperl.

Darum geht es in "The Wall"

Unterschiedlicher können Schwestern kaum sein: Margot (Barbara Auer) beobachtet als ranghohe Mitarbeiterin der Kommerziellen Koordinierung, kurz: "KoKo", ohnmächtig, wie ihr Land auf einen vermeintlichen Staatsbankrott zumarschiert. Ihre Behörde hat lange Zeit als kapitalistische Devisen-Beschaffungsmaschine die DDR finanziell stabilisiert. Doch jetzt muss sie sich fragen, ob die DDR, finanziell am Ende, unter dem Ansturm der aufbegehrenden Bevölkerung zu retten ist. Ihre Schwester Lotte (Nadja Uhl), alleinerziehende Mutter eines Teenagers, beginnt, das System zu hinterfragen und engagiert sich für die junge Umweltbewegung in der DDR. Beide ahnen nicht, dass ihre jüngste Schwester Silvia (Nicolette Krebitz) im Westen daran arbeitet, das DDR-Regime zu zerschlagen und ihre damals zurückgelassenen Kinder wieder für sich zu gewinnen.

"Der 9. November 1989 war eine Sternstunde der Geschichte. Die friedliche Revolution brachte die DDR-Diktatur zum Einsturz und Freiheit und Demokratie für ein wiedervereinigtes Deutschland", so Produzentin Gabriela Sperl: "Fast 30 Jahre später stehen die Demokratien auf dem Prüfstand, gesellschaftliche Grundwerte und Gewissheiten sind ins Wanken geraten. Der Blick in unsere Vergangenheit soll uns helfen, das Heute besser zu verstehen. Er zeigt uns, woher wir kommen. Wer wir sind."

Die Dreharbeiten dauern noch bis zum Frühjahr 2019. Die Ausstrahlung ist zum 30. Jahrestag der Maueröffnung im Herbst 2019 geplant.

Bildergalerie: Barbara Auer, Nicolette Krebitz und die anderen Nachwuchspreisträger der GOLDENEN KAMERA