Sparzwang im Ersten: Letzte Klappe für die "Lindenstraße"

Nicht nur Mutter Beimer (Marie-Luise Marjan) dürfte traurig sein, dass die "Lindenstraße" 2020 eingestellt wird.
Nicht nur Mutter Beimer (Marie-Luise Marjan) dürfte traurig sein, dass die "Lindenstraße" 2020 eingestellt wird.
Foto: dpa
Nach mehr als drei Jahrzehnten wird die "Lindenstraße" im März 2020 eingestellt.

Die ARD-Fernsehprogrammkonferenz habe sich gegen eine Verlängerung des Produktionsvertrags entschieden, teilte der Westdeutsche Rundfunk (WDR) am Freitag in Köln mit. Die Lindenstraße läuft seit 1985 immer sonntags im Ersten. Hunderte Schauspieler und Zehntausende Komparsen waren bisher in der "Mutter der deutschen Soaps" zu sehen, die 1998 auch mit der GOLDENEN KAMERA ausgezeichnet wurde. Die „Lindenstraße“, die eigentlich in München spielt, wird auf dem WDR-Gelände in Köln-Bocklemünd produziert.

WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn : „So sehr der Abschied auch schmerzt, können doch alle Beteiligten sehr stolz sein, denn sie haben mit der „Lindenstraße“ geschafft, was keiner anderen deutschen Serie gelungen ist: über Generationen hinweg mitten aus dem Alltag der Menschen heraus große gesellschaftliche und politische Themen abzubilden.“

Für ARD-Programmdirektor Volker Herres ist die „Lindenstraße“ eine "Ikone im deutschen Fernsehen, doch wir müssen nüchtern und mit Bedauern feststellen: Das Zuschauerinteresse und unsere unvermeidbaren Sparzwänge sind nicht vereinbar mit den Produktionskosten für eine solch hochwertige Serie.“

Der Erfinder der Lindenstraße ist Hans W. Geißendörfer, dessen Produktionsfirma die Serie bis heute produziert.

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