International Emmy Award: Anna Schudt gewinnt als Gabi Köster

Anna Schudt bei den International Emmy Awards 2018.
Anna Schudt bei den International Emmy Awards 2018.
Foto: Getty Images
"Tatort"-Kommissarin Anna Schudt räumt bei den "International Emmy Awards" für ihre Rolle als Komikerin Gaby Köster den Preis als beste Hauptdarstellerin ab.

Was für ein Montagabend. Sich gegen einen Superstar wie Emily Watson durchzusetzen, heißt was. Und das ist Anna Schudt bei den International Emmy Awards in den USA mehr als klar. Als sie die goldene Trophäe als Gewinnerin in der Kategorie beste Hauptdarstellerin entgegen nimmt, sagt sie: "Gaby, wir haben es endlich nach New York geschafft. Ich liebe dich so sehr." Dabei guckt sie auf die im Publikum sitzende Komikerin.

Mit ihrer Rolle, als die am Schlaganfall erkrankte Komikerin Gabi Köster, konnte Anna Schudt in der RTL-Produktion "Ein Schnupfen hätte auch gereicht" die Jury überzeugen. Erst im Januar hatte sie hierfür ebenfalls den Deutschen Fernsehpreis erhalten.

Schudt ist hierzulande vor allem als Dortmunder "Tatort" Kommissarin bekannt. Im September stand die 44-Jährige noch neben Aurel Manthei für eine neue Folge "Mordshunger" vor der Kamera. Erst Ende Oktober war sie im Drama um das Recht auf Abtreibung "Aufbruch in die Freiheit" zu sehen (in der ZDF-Mediathek noch bis Ende Januar 2019 abrufbar).

Mit dem International Emmy Award werden in 13 Kategorien alljährlich die besten, außerhalb der Vereinigten Staaten produzierten und ausgestrahlten Fernsehsendungen und Schauspieler gekürt. Neben Emily Watson waren auch Thuso Mbedu aus Südafrika und Denise Weinberg aus Brasilien nominiert. Der Hauptpreis des Abends gewann die Produktion "La Casa de Papel" ("Das Haus des Geldes" auf Netflix) als beste Dramaserie. Diese Serie inspirierte schon DJ Hugel zu seinem Musikhit "Bella Ciao".

Trailer zu Staffel 2 von "Haus des Geldes" (2017)

Deutsche Produktionen konnten schon häufiger bei den Emmys überzeugen. U.a. gewannen "Familie Braun", "Unsere Mütter, unsere Väter" (GOLDENE KAMERA 2014), GOLDENE KAMERA-Preisträger "Deutschland 83" und "Die Manns - ein Jahrhundertroman" die begehrte Trophäe. Die nominierte ARD-Produktion "Toter Winkel" mit Herbert Knaup konnte sich dieses Jahr leider nicht gegen das britische Drama "Man in an Orange Shirt" durchsetzen. Ebenfalls nach Großbritannien ging der Preis für die beste Dokumentation für "Goodbye Aleppo". Als bester männlicher Hauptdarsteller wurde Lars Mikkelsen aus Dänemark wurde für "Herrens Veje" ("Die Wege des Herren") ausgezeichnet.

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