"Polizeiruf 110": Erster Solo-Fall für Claudia Michelsen

Foto: MDR/filmpool fiction/Stefan Erhard
Nach dem Ausstieg von Matthias Matschke beim "Polizeiruf 110" aus Magdeburg, muss Hauptkommissarin Doreen Brasch (Claudia Michelsen) erstmals ohne Partner ermitteln und gerät zwischen die Fronten von Wettmafia und LKA.

Für GOLDENE KAMERA Preisträgerin Claudia Michelsen (2013) ist es der insgesamt elfte Fall als Polizeiruf-110-Kommissarin, der noch bis Ende September in Magdeburg gedreht wird. Seit 2013 spielt die 50jährige Michelsen die Polizistin mit dem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, die auch schon mit einem Partner an der Seite gern im Alleingang unterwegs war. "Wir machen das jetzt erstmal so und gucken, was passiert", so Michelsen über die neue Konstellation gegenüber dem MDR. "Es kommt ja auch drauf an, wie die Figur sich entwickelt. Jetzt sind die Hauptfiguren die Gäste und die Geschichten."

In der neuen Geschichte "Totes Rennen" wird nahe der Magdeburger Galopprennbahn Herrenkrug ein junger Mann tot aufgefunden. Hauptkommissarin Doreen Brasch und ihr Chef Uwe Lemp erfahren am Fundort, dass der Tote, Milan Siebert, unterschiedliche Verletzungen hat. Die Todesursache ist unklar. Siebert lebte zuletzt wieder bei seinen Eltern, getrennt von seiner Frau Manu und seinem Sohn, war spielsüchtig war und machte überall Schulden.

TV-Kommissarinnen im Primetime-Einsatz

Zu Braschs Überraschung gibt es einen Verbindungsnachweis des Toten zum LKA. Doch die LKA-Kollegen im Präsidium blocken ab: Sie wollen getrennte Ermittlungen. Im Vertrauen erfährt Brasch vom LKA-Kollegen Hannes Kehr, dass Milan als Informant für ihn und die Abteilung Wettbetrug gearbeitet hat. Kehr führt Brasch in die Welt der Spielwetten ein - und bringt sie dabei in Gefahr.

Für die neue Polizeiruf-Folge wird auf der Galopprennbahn in Magdeburg extra ein "Filmrennen" organisiert, bevor der Magdeburger Renn-Verein e.V. von 1906 bei seinen "echten" Renntag am 7. September die Galopper auf die Bahn schickt.

Der "Polizeiruf 110: Totes Rennen" wird 2020 im Ersten zu sehen sein.