Lars Eidinger dreht DDR-Hinrichtungsdrama "Nahschuss"

(Luise Heyer und Lars Eidinger stehen für das DDR-Hinrichtungsdrama "Nahschuss" vor der kamera.
(Luise Heyer und Lars Eidinger stehen für das DDR-Hinrichtungsdrama "Nahschuss" vor der kamera.
Foto: © ZDF / Xiomara Bender
"Nahschuss" basiert auf dem wahren Schicksal des letzten DDR-Hinrichtungsopfer. Lars Eidinger spielt den zur Höchststrafe verurteilten Spion Dr. Werner Teske.

Die ZDF-Kinokoproduktion "Nahschuss" ist inspiriert von der Lebensgeschichte des Dr. Werner Teske, der in der DDR zum Tode verurteilt und im Juni 1981 als letztes DDR-Hinrichtungsopfer erschossen worden ist. Lars Eidinger spielt den Wirtschaftswissenschaftler, der seit 1967 als Agent für die Staatssicherheit arbeitete.

Autorenfilmerin Franziska Stünkel ("Der Tag der Norddeutschen") schrieb das Drehbuch und inszeniert das Hinrichtungsdrama. Gedreht wird an historischen Orten wie dem ehemaligen Gelände des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR und der früheren Untersuchungshaftanstalt Berlin-Hohenschönhausen.

Darum geht's in "Nahschuss"

Der fußballbegeisterte Ingenieur Franz Walter (Lars Eidinger) erhält vom Auslandsnachrichtendienst der DDR ein vielversprechendes Angebot. Er soll als Stasi-Mitarbeiter die DDR dabei unterstützen, sich auf die kommende Fußballweltmeisterschaft vorzubereiten. Im Gegenzug wird ihm eine Professur in Aussicht gestellt. Franz nimmt das Angebot an und verpflichtet sich zu uneingeschränkter Systemtreue.

Zusammen mit seinem Kollegen Dirk (Devid Striesow) wird er zu Auslandseinsätzen in die BRD geschickt. Zunächst scheinen seine Aktivitäten lediglich dem Informationsbedarf der DDR zu dienen, doch dieser Bedarf wird größer und monströser. Franz fühlt sich unwohl. Er isoliert sich. Selbst seine Frau Corina (Luise Heyer) ringt vergeblich um sein Vertrauen. Franz will raus, doch es gibt keinen Ausweg. Die Stasi lässt ihn nicht gehen.

Die DDR als Film- und Serienstoff

Auch nach 30 Jahren Mauerfall bleiben die Geschichten der Menschen und politischen Verwicklungen in der damaligen DDR ein beliebter Film- und Serienstoff. Die mit der GOLDENEN KAMERA ausgezeichnete Spionage-Serie "Deutschland 83" erzählt das Schicksal des DDR-Spions Martin Rauch und ist die erste deutsche Serie, die in die USA verkauft wurde, noch bevor sie in Deutschland gezeigt wurde. Zum Mauerfalljubiläum zeigte das ZDF den Dreiteiler "Preis der Freiheit" (hier in der ZDFmediathek), verknüpft die letzten zwei Jahre der DDR mit einem Familiendrama.

Der Kinostart ist für 2020 geplant. Ein Sendetermin im ZDF steht noch nicht fest.

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