Böhmermann will die "Ibiza-Affäre" verfilmen

Keine Lust auf ein tägliches Talk-Format: Jan Böhmermann (36)
Keine Lust auf ein tägliches Talk-Format: Jan Böhmermann (36)
Foto: © Sean Gallup/Getty Images
Die Ibiza-Affäre sorgte für den Rücktritt des damaligen Chefs der Freiheitlichen Partei Österreichs Heinz-Christian Strache und für ein politisches Erdbeben in Österreich.

Die Regierungskoalition von Bundeskanzler Sebastian Kurz aus konservativer ÖVP und rechter FPÖ in Österreich zerbrach und es kam zu Neuwahlen. Gegen Strache wird inzwischen ermittelt, weil er Parteigelder veruntreut haben soll. Die Vorwürfe werden von dem 50-Jährigen vehement zurück gewiesen.

Nach einem Bericht der österreichische Nachrichtenagentur APA haben die Vorbereitungen für die Produktion bereits begonnen und TV-Satiriker Jan Böhmermann (GOLDENE KAMERA 2016) will das Projekt gemeinsam mit dem österreichischen Regisseur David Schalko (46, "M – Eine Stadt such einen Mörder") als Doku-Drama umsetzen.

"Ibiza ist eine irre Parabel auf Politik in Zeiten des politischen Verfalls. Als Radikaldemokrat und Verehrer Österreichs halte ich es für meine heilige Pflicht, dass David und ich uns jetzt – Zack, zack, zack! – daran machen, Ibiza international zu erzählen und für die Nachwelt zu konservieren", wird der 38-jährige Böhmermann von der APA zitiert.

Die heimlich erstellten Aufnahmen aus dem Sommer 2017 zeigen den damaligen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, der im Gespräch mit einer vermeintlichen russischen Oligarchen-Nichte anfällig für Korruption wirkt.

Das Ibiza-Skandal-Video

Böhmermann kannte das Ibiza-Video bereits vor der Veröffentlichung im Mai dieses Jahres und hatte bereits im April bei der Verleihung des österreichischen TV-Preises Romy in einer Video-Botschaft Andeutungen zu dem Fall gemacht.