3. Staffel "Charité": Klinikalltag im Schatten der Mauer

Beim Dreh von "Charité" Staffel 3: Regisseurin Christine Hartmann, Kamera Holly Fink, Muriel Bielenberg (Christa Rösler), Nina Kunzendorf (Dr. Ingeborg Rapoport), Patricia Meeden (Schwester Arianna) und Anatole Taubman (Prof. Mitja Rapoport) (v.l.).
Beim Dreh von "Charité" Staffel 3: Regisseurin Christine Hartmann, Kamera Holly Fink, Muriel Bielenberg (Christa Rösler), Nina Kunzendorf (Dr. Ingeborg Rapoport), Patricia Meeden (Schwester Arianna) und Anatole Taubman (Prof. Mitja Rapoport) (v.l.).
Foto: © ARD/Stanislav Honzik
Die Dreharbeiten zu sechs neuen "Charité"-Folgen haben begonnen. Die Staffel beginnt mit dem Mauerbau, eine Zeit des Umbruchs und der Improvisation für das Krankenhauspersonal.

1961 ist das Jahr des Mauerbaus und das berühmte Berliner Krankenhaus liegt unmittelbar am Grenzgebiet. Die 3. Staffel der Erfolgsserie "Charité" erzählt von den neuen Herausforderungen und wie sehr die Mauer die Abläufe und den Arbeitsalltag im gesamten Klinikbereich bestimmt.

Vor diesem medizinhistorischen Hintergrund verknüpft die dritte Staffel erneut historische mit fiktionalen Charakteren. Zu den Koryphäen jener Zeit zählen die Kinderärztin Prof. Ingeborg Rapoport, die von Nina Kunzendorf (GOLDENE KAMERA 2012) gespielt wird, der Gerichtsmediziner Prof. Dr. Otto Prokop wird von Philipp Hochmair verkörpert und den Gynäkologe Prof. Dr. Helmut Kraatz spielt Uwe Ochsenknecht. In Tschechien entstehen sechs Folgen mit einer Länge von knapp 50 Minuten.

Darum geht's in der 3. Staffel "Charité"

Die junge Ärztin Dr. Ella Wendt (Nina Gummich) kommt im Sommer 1961 aus der Provinz an die Charité in Berlin. Das Krankenhaus steht in diesen Tagen vor großen Problemen, immer mehr Ärzte und Pflegepersonal zieht es in den Westen - die Charité droht personell auszubluten. Dr. Ella Wendt hofft an der Charité ihre Forschung zur Krebsfrüherkennung voranzubringen und sucht den Kontakt zu Prof. Otto Prokop (Philipp Hochmair), der einen herausragenden Ruf als Serologe genießt.

Sein eigentliches Steckenpferd ist jedoch die Gerichtsmedizin. Seine Obduktionen tragen zur Klärung von Kriminalfällen bei, deren Ergebnisse er in einem Atlas der Gerichtsmedizin zusammenstellt. Auch die ersten Mauertoten liegen auf seinem Tisch.


Ella kann nur nach Feierabend forschen, denn die Arbeit auf der Inneren Station fordert sie. Sie stemmt den Klinikalltag gemeinsam mit ihrem ehemaligen Kommilitonen Dr. Alexander Nowack (Max Wagner). Doch die politischen Ereignisse erschüttern das gegenseitige Vertrauen. Besonders als Ella sich zunehmend auf den Chirurgen Dr. Curt Bruncken (Franz Hartwig) einlässt, der sie mit seinem Freiheitsdrang und seiner rebellischen Art fasziniert.


Dem gegenüber steht die leidenschaftliche Kinderärztin Ingeborg Rapoport (Nina Kunzendorf) als überzeugte Anhängerin der sozialistischen Idee. Rapoport entwickelt als Spezialistin der Säuglingsmedizin einen visionären Ansatz, um die Säuglingssterblichkeit zu senken. Damit eckt sie immer wieder bei dem konservativ denkenden Gynäkologen Prof. Helmut Kraatz (Uwe Ochsenknecht) an.

Wechselnder Cast

Die Drehbücher stammen von den Autoren Stefan Dähnert, Regine Bielefeldt und John-Hendrik Karsten, nach einer Konzeption von Sabine Thor-Wiedemann, Christine Otto und Jakob Hein. Unter der Regie von Christine Hartmann und der Kameraführung von Holly Fink stehen neben Nina Gummich, Nina Kunzendorf, Philipp Hochmair und Uwe Ochsenknecht u. a. Max Wagner, Franz Hartwig, Uwe Preuss, Patricia Meeden, Anatole Taubmann und Hildegard Schroedter vor der Kamera.

Aufgrund der großen Zeitsprünge zwischen den Staffeln ist es notwendig, die Besetzung immer komplett zu wechseln. An der ersten Staffel, die Ende des 19. Jahrhunderts spielte, waren unter der Regie von Sönke Wortmann unter anderem Alicia von Rittberg, Justus von Dohnányi, Christoph Bach, Emilia Schüle und Matthias Koeberlin beteiligt.

Zum Hauptcast der zweiten Staffel, die die Zeit des Nationalsozialismus thematisierte, zählten Ulrich Noethen, Mala Emde, Luise Wolfram und Jannik Schümann.

Der Sendetermin im Ersten steht noch nicht fest.

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