Unser Traum-Trio bei den Oscars

Drei GOLDENE KAMERA-Preisträgerinnen konkurrieren um den Oscar. Wir verraten, wer die besten Chancen hat und wer noch auf einen Academy Award hoffen darf.

Es ist wieder soweit, die Nacht der Nächte in Hollywood. Die Filmhauptstadt erstrahlt im Oscar-Glanz: Am 9. Februar tummeln sich die Stars auf dem Roten Teppich. Mit dabei, als Nominierte für die begehrteste internationale Filmtrophäe, sind drei GOLDENEN KAMERA-Preisträgerinnen: Scarlett Johansson (GOLDENE KAMERA 2012, nominiert für "Marriage Story"), Renée Zellweger (GOLDENE KAMERA 2011, nominiert für "Judy") und Charlize Theron (GOLDENE KAMERA 2006, nominiert für "Bombshell"). Sie konkurrieren um den Preis als Beste Hauptdarstellerin mit Cynthia Erivo (nominiert für "Harriet") und Saoirse Ronan (nominiert für "Little Women").

Trailer: "Judy"

Die Sieger stehen fest

9000 Juroren haben sich bereits entschieden und ihre Stimmzettel in 24 verschiedenen Kategorien abgegeben. Doch das Ergebnis wird erst bei der großen Verleihung am 9. Februar bekanngegeben. Auf ProSieben können die Zuschauer die ganze Nacht mitfiebern: "red. Der Oscar-Countdown - Die größten Hollywood-Momente 2020, ab ca. 23.05 Uhr. Im Anschluss gegen 23.50 Uhr "Oscar 2020 - red. Carpet live" und ab 2 Uhr "Oscars 2020 - Die Academy Awars - live aus L.A.".

Mit elf Nominierungen ist das Drama "Joker" der große Favorit im Rennen um die begehrteste Auszeichnung "Bester Film". Jeweils zehn Mal nominiert wurden die Filme "The Irishman", "1917“ und "Once Upon a Time in Hollywood".

Renée Zellweger in "Judy"

Doch der spannendste Moment des Abends wird sicher die Verleihung in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin. Renée Zellweger, Charlize Theron und Scarlett Johansson konnten im vergangenen Jahr mit ihren schauspielerischen Glanzleistungen überzeugen. Doch welche der drei GOLDENEN KAMERA-Preisträgerinnen darf am Ende des Abends tatsächlich die Filmtrophäe mit nach Hause nehmen? Die drei waren auch schon für den Golden Globe 2020 nominiert, den Renée Zellweger gewann. Da dieser Preis ja als Vorbote für die Oscars gilt, ist es also sehr wahrscheinlich, dass Zellweger auch den goldenen Jungen mit nach Hause nehmen wird.

Backstage Interview Renée Zellweger Golden Globes

Und das wäre für sie auch mehr als verdient. Denn als Judy Garland ("Der Zauberer von Oz") im gleichnamigen Film "Judy" zeigt Renée Zellweger eine erstaunliche Bandbreite an Schauspielkunst. Gerade weil es schwer fiel, sich den einstigen "Bridget Jones"-Star als solch tragischen Charakter vorzustellen, wurden die Zuschauer sehr positiv überrascht. Und auch die Gesangsszenen traf sie auf den Punkt. Die Daily Mail schrieb, wenn Zellweger 'The Trolley Song' singe, könne man schwören, Archivmaterial zu sehen.

Sollte Scarlett Johannsson also wirklich nicht als Beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet werden, darf sie zumindest noch auf den Preis als Beste Nebendarstellerin für den Film "Jojo Rabbit" hoffen. Und Charlize Theron hat immerhin schon 2004 den Oscar für den Film "Monster" erhalten.

Erneut wird die Gala ohne festen Moderatoren stattfinden und stattdessen von Starauftritten begleitet werden. Außerdem wird an dem Abend Elton John seinen Song "I'm gonna love me again" aus dem Film "Rocketman" performen.

Weitere Nominierte sind:

Bester Hauptdarsteller: Joaquín Phoenix ("Joker"), Adam Driver ("Marriage Story"), Leonardo DiCaprio ("Once upon a time … in Hollywood"), Antonio Banderas ("Pain and Glory") und Jonathan Pryce ("The Two Popes")

Beste Regie: Bong Joon Ho ("Parasite"), Sam Mendes ("1917"), Quentin Tarantino ("Once upon a time … in Hollywood"), Martin Scorsese ("The Irishman") und Todd Phillips ("Joker")

Bestes Drehbuch: "Once upon a time … in Hollywood", "Parasite", "Marriage Story", "Knives out" und "1917"

Auch wenn es der deutsche Beitrag "Systemsprenger" (mit GOLDENE KAMERA-Preisträger 2019 Albrecht Schuch) nicht in die finale Auswahl geschafft hat, so kann zumindest eine deutsche Koproduktion auf den Oscar hoffen: Der Film "The Cave" des aus Syrien stammenden Regisseurs Feras Fayyad ist unter den fünf Anwärtern für den Preis als Beste Dokumentation. Fayyad begleitet ein Ärzteteam, das in einem unterirdischem Krankenhaus Kriegsopfer seines Heimatlandes versorgt. Inzwischen lebt Fayyad in Deutschland und in Dänemark. Für die Einreise zur Oscarverleihung in die USA bekam er erst nach viel Mühe und in letzter Sekunde eine Genehmigung. Der Film, der mit Hilfe des SWR entstand, wird am 1. Juli in der ARD zu sehen sein.

Zur Erinnerung sehen Sie in unserer Bildergalerie die Gewinner des vergangenen Jahres.