Oscars 2020: Renée Zellweger beste Darstellerin und "Parasite" räumt ab

Zweiter Oscar für Renée Zellweger.
Zweiter Oscar für Renée Zellweger.
Foto: Getty Images
Bei der Oscar-Verleihung 2020 setzten sich viele Favoriten durch, doch es gab auch einige Überraschungen.

Die größte darunter war sicherlich der südkoreanische Film "Parasite", der als bester Film geehrt wurde. Er geht in die Geschichtsbücher ein, denn es ist die erste nicht-englischsprachige Produktion, die in der wichtigsten Kategorie gewinnt. Der Film des südkoreanischen Regisseurs Bong Joon-ho über eine Familie, die sich in einem reichen Haushalt einnistet, gewann auch die Oscars für den besten internationalen Film, die beste Regie und das beste Originaldrehbuch. Eigentlich hatte das Weltkriegsdrama „1917“ als großer Favorit gegolten, doch der Film von Sam Mendes gewann "nur" in den Kategorien, Kamera, Ton und visuelle Effekte.

Keine Überraschung war der Oscar als „Beste Hauptdarstellerin“ für Renée Zellweger. Nach 2004 ist es ihr zweiter Goldjunge. Sie wurde für ihre Darstellung der Sängerin Judy Garland in dem biografischen Film „Judy“ ausgezeichnet. Die GOLDENE KAMERA Preisträgerin von 2011 setzte sich im GOKA-Dreikampf damit gegen Scarlett Johansson (2012, nominiert für „Marriage Story") und Charlize Theron (2006, nominiert für "Bombshell") durch.

Joaquin Phoenix sicherte sich den Oscar als „Bester Hauptdarsteller“ für seine Darbietung als Killer-Clown in "Joker". Phoenix gewann damit im vierten Anlauf und nutzte seine emotionale Dankesrede, um an seinen verstorbenen Bruder River zu gedenken und auf die Missstände in der Gesellschaft aufmerksam zu machen.

Das war auch zu erwarten: Brad Pitt und Laura Dern wurden als beste Nebendarsteller ausgezeichnet. Pitt für seine Rolle in dem Quentin-Tarantino-Film „Once Upon a Time... in Hollywood“, Dern für „Marriage Story“ des Regisseurs Noah Baumbach. Für Pitt ist es der erste Schauspiel-Oscar nach vier Nominierungen.

Oscars 2020: Das sind die Gewinnern im Überblick

Bester Nebendarsteller: Brad Pitt in „Once Upon a Time in Hollywood“

Bester Animationsfilm: „Toy Story 4: Alles hört auf kein Kommando“

Bester animierter Kurzfilm: „Hair Love“

Bestes Originaldrehbuch: Bong Joon-ho und Han Jin-won für „Parasite“

Bestes Drehbuch nach einer Vorlage: „Jojo Rabbit“

Bester Kurzfilm: „The Neighbors' Widow“

Bestes Szenenbild: Barbara Ling und Nancy Haigh für „Once upon a Time in Hollywood“

Bestes Kostümdesign: Jacqueline Durran für „Little Women“

Bester Dokumentarfilm: „American Factory“

Bester Dokumentar-Kurzfilm: „Learning to Skateboard in A Warzone (If You’re a Girl)“

Beste Nebendarstellerin: Laura Dern in „Marriage Story“

Bester Tonschnitt: „Le Mans 66 – Gegen jede Chance“, Donald Sylvester

Bester Ton: „1917“, Mark Taylor und Stuart Wilson

Beste Kamera: Roger Deakins für „1917“

Bester Filmschnitt: Andrew Buckland und Michael McCusker, „Le Mans 66“

Beste visuelle Effekte: „1917“, Guillaume Rocheron, Greg Butler und Dominic Tuohy

Bestes Make-up und beste Frisuren: „Bombshell“, Vivian Baker, Kazu Hiro und Anne Morgan

Bester internationaler Film: „Parasite“, Südkorea

Bester Soundtrack: Hildur Guðnadóttir für „Joker“

Bester Song: „(I’m gonna) Love Me Again“ aus „Rocket Man”, Elton John

Beste Regie: Bong Joon-ho für „Parasite“

Bester Hauptdarsteller: Joaquin Phoenix für „Joker“

Beste Hauptdarstellerin: Renée Zellweger für „Judy“

Bester Film: „Parasite“