Serie: "Liebe. Jetzt!" über Beziehungen in Zeiten von Corona

Jürgen Vogel kämpft um seine schwangere Freundin, Lea Zoe Voss versucht online ihren Kommilitonen zu erobern und ein getrenntes Paar ist gezwungen zusammen zu bleiben.

In der Serie "Liebe. Jetzt!" (sechs Episoden am Sonntag, 3. Mai, ab 21.45 Uhr, ZDFneo und online bereits ab dem 1. Mai in der ZDF-Mediathek) werden zwischenmenschliche Beziehungen in Zeiten von Corona mit einem Augenzwinkern unter die Lupe genommen.

Mit dabei: Jürgen Vogel (GOLDENE KAMERA 2003) als werdender Vater, der seiner Freundin einfach nichts recht machen kann.

Darum geht's in "Liebe. Jetzt!: Plötzlich Paar"

Der Mitbewohner von Thorsten (Jürgen Vogel) muss in Quarantäne. Deshalb zieht Thorsten Knall auf Fall zu seiner schwangeren Freundin Jana (Natalia Belitski). Die ist von so viel ungewohnter Nähe alles andere als begeistert. Als sich die Lage zuspitzt, konsultieren die beiden eine Paartherapeutin. Gleich in der ersten Sitzung geht es ans Eingemachte. Die gegenseitigen Vorwürfe eskalieren. Und schließlich schmeißt Jana Thorsten aus der Sitzung.

Weitere Folgen

2. Folge "Ja, nein, vielleicht?": "Was hast Du denn eigentlich für einen Ausnahmezustand? Du bist Studentin. Alles was Du machen musst, ist Zuhause zu bleiben", wird Lucy (Lea Zoe Voss) von ihrer älteren Schwester angeblafft. Doch genau das fällt Lucy nicht leicht. Erst als sie einen Weg findet, an ihren Schwarm Max (Leonard Scheicher) heranzukommen, lebt sie plötzlich auf. Die Berlinerin besorgt ihm eine Unterkunft in Wien, wo er gestrandet ist. Und trotz räumlicher Distanz kommen sich die beiden unerwartet näher, als sie dachten.

3. Folge "Der Kuss": Die Kollegen Heiner (Sebastian Schwarz) und Aylin (Maryam Zaree) merken erst im Homeoffice, wie sehr sie einander vermissen. Doch auch Heiner und seine Frau Meike (Marie Burchard) rücken in diesen besonderen Zeiten wieder enger zusammen.

4. Folge: "Was sich liebt ...": Merle (Nina Gummich) nimmt sich während der Quarantäne-Zeit ihres renitenten Vaters (Bernhard Schütz) an und entdeckt neue Seiten an ihm und an sich selbst.

5. Folge: "Nachtschwärmer": Die extrovertierte Lena (Isabel Thierauch) leidet unter der plötzlichen Einsamkeit. Das führt zu ungewöhnlichen Online-Begegnungen. Ihre virtuellen Bekanntschaften mit Steuerbeamtin Katharina (Kara Schröder) und einem Online-Priester (Mehmet Atesçi) öffnen ihr die Augen für die wichtigen Momente im Leben.

6. Folge: "Ain't no sunshine ...": Das frisch getrennte Paar Tom (Aleksandar Jovanovic) und Bella (Clelia Sarto) muss wegen des Corona-Lockdowns weiterhin zusammenleben. Zwischen Streitigkeiten und gepackten Kisten entdecken die beiden verloren geglaubte Gemeinsamkeiten wieder.

Hintergrund

Natürlich haben sich die Macher der Serie an die vorgeschriebenen Corona-Regeln gehalten. Das heißt, dass nur einzelne Personen oder maximal Paare, die auch im Privaten zusammengehören, zu sehen sind. Ein Produktionsteam installierte vorab Kameras und die Tontechnik. Die Aufnahmen wurden dann online an die Regisseure Pola Beck und Tom Lass übertragen, die wiederum ihre Anweisungen per Telefon oder Videokonferenz mitteilten.

GOLDENE KAMERA Serien-Tipp, weil...

In nur vier Wochen haben die Macher eine kurzweilige Serie mit spritzigen Dialogen, Wortwitz und überzeugenden Schauspielern auf die Beine gestellt. Gleich die erste Folge erinnert an "Die Wunderübung" und endet wie der Kinofilm mit einer zynischen Pointe. Trotz der wenigen filmischen Möglichkeiten und nur einfachen Settings schaffen es die Episoden einen zu fesseln. Das liegt vor allem an den gelungenen Drehbüchern. Von dieser Art Corona-Alltag können wir im Gegensatz zu den misslungenen Live-Show-Schalten momentan mehr vertragen.