"In aller Freundschaft": Drei weitere Staffeln in Planung

Sarah Marquardt (Alexa Maria Surholt, vorn re.) mit  Dr. Roland Heilmann (Thomas Rühmann) "In aller Freundschaft".
Sarah Marquardt (Alexa Maria Surholt, vorn re.) mit Dr. Roland Heilmann (Thomas Rühmann) "In aller Freundschaft".
Foto: © MDR/Saxonia Media/Andreas Wünschirs
In der Sachsenklinik darf gefeiert werden. Der MDR-Rundfunkrat hat sich für eine langfristige Fortsetzung der Erfolgsserie im Ersten ausgesprochen.

TV-Dauerbrenner haben aktuell keinen leichten Stand: Im März lief nach 34 Jahren Sendezeit die letzte Folge der "Lindenstraße", im April meldete der MDR nach 129 Folgen die Einstellung der Vorabendserie "Familie Dr. Kleist", die es seit 2004 gab. Und zum Jahresende wird das ZDF die Produktion der "SOKO München" einstellen - nach 41 Jahren und 675 Folgen!

Bei der MDR-Krankenhausserie "In aller Freundschaft" konnte sich der Trend dagegen nicht durchsetzen. Ab Herbst 2020 werden drei weitere Staffeln (24 - 26) mit insgesamt 126 Folgen produziert und ab Januar 2021 ausgestrahlt. Seit 1998 wird die Serie im Auftrag des MDR und der ARD Degeto in Leipzig produziert. "In aller Freundschaft" läuft immer dienstags um 21:00 Uhr im Ersten.

Neue Dreharbeiten in der "Sachsenklinik"

Am 5. Mai wurden auch die Dreharbeiten in der "Sachsenklinik" wieder aufgenommen. Die Drehs unterliegen dabei natürlich strengen Sicherheits- und Hygieneregeln. Ein externer Sicherheitsspezialist hat ein auf diese Vorgaben abgestimmtes, fundiertes Arbeitsschutz- und Hygienepaket speziell für die Dreharbeiten konzipiert, das auf drei Regeln am Set basiert: Handhygiene, Maskenpflicht und Mindestabstand. Am Set herrscht hinter der Kamera Mund-Nasenschutz-Pflicht, die Maskenbildnerin trägt eine Schutzausrüstung.

Das Ensemble hat sich schnell an die neuen Gegebenheiten gewöhnt. Hauptdarsteller Philipp Danne: "Ich habe mich gefreut wieder zu drehen. Es ist alles anders als früher durch die Sicherheitsvorkehrungen und die Gewissenhaftigkeit, mit der sich alle an die Regeln halten. Zum Glück geht der Spaß an der Arbeit nicht verloren. Auch wenn wir weiter auseinander stehen und Visiere oder Masken zwischen uns haben." Schauspielerin Alexa Maria Surholt ergänzt: "Wir sind alle in großer Aufmerksamkeit, in Achtsamkeit miteinander und man hat natürlich ungewohnte körperliche Abstände. Wir sind sehr fokussiert auf die Arbeit, weil natürlich alles etwas komplizierter ist und länger dauert."

Um diese Maßnahmen fachgerecht umsetzen zu können, wurden von der Produktionsgesellschaft Saxonia Media zusätzliches Personal wie Desinfektionsfachkräfte und Sicherheitsfachkräfte eingestellt und die Position einer Hygienebeauftragten neu geschaffen. "Oberste Priorität hat für uns die Gesundheit und die höchstmögliche Sicherheit unserer Mitarbeitenden. Unser Konzept wird auch zukünftig an neueste wissenschaftliche Erkenntnisse angepasst werden", erklärt Sven Sund, Geschäftsführer der Saxonia Media.