"Der Kommissar und das Meer": Trotz des Erfolges abgesetzt

Das Ermittlerteam von "Der Kommissar und das Meer": Thomas (Andy Gätjen), Robert (Walter Sittler) und Ewa (Inger Nilsson).
Das Ermittlerteam von "Der Kommissar und das Meer": Thomas (Andy Gätjen), Robert (Walter Sittler) und Ewa (Inger Nilsson).
Foto: ZDF / Marion von der Mehden
Walter Sittler ermittelt nicht mehr lange auf Gotland. Wie GOLDENE KAMERA exklusiv erfuhr, wird die erfolgreiche Krimireihe "Der Kommissar und das Meer" eingestellt.

Kurz vor der 30. Jubiläumsfolge soll bei "Der Kommissar und das Meer" Schluss sein. Schauspieler Andy Gätjen verriet im Interview mit GOLDENE KAMERA, dass das ZDF die Reihe im kommenden Jahr nicht mehr fortsetzen will.

Und dass trotz der konstant hervorragenden Quote. Über sechs Millionen Zuschauer schalten regelmäßig zur besten Sendezeit am Samstagabend ein. Also was ist der Grund für das Aus? Schauspieler Andy Gätjen, der neben Walter Sittler die Hauptrolle spielt, sagte gegenüber GOLDENE KAMERA: "Die Quote ist sehr, sehr gut. Es gibt da unterschiedliche Gründe und Gerüchte. Zum einen ist die Serie wohl sehr teuer. Bis auf die skandinavischen Schauspieler kommen ja fast alle aus dem Team aus Deutschland und müssen auf Gotland untergebracht werden. Zum anderen gibt es anscheinend einfach zu viele Krimis, und es sollen wieder neue Formate entstehen. Ich glaube alles zusammen könnten die Gründe sein, warum wir rausgeflogen sind."

Die Fans werden enttäuscht sein. Zum Trost gibt es am Samstag, den 30. Mai, die neue Folge "Der Kommissar und das Meer: Auf dunkler See" (20.15 Uhr und bereits in der ZDF-Mediathek). Eine weitere Episode soll noch im Herbst gedreht werden.

Das Besondere der Reihe, das Länder übergreifende Miteinander, wird fehlen. Es drehten schon skandinavische Stars wie Paprika Steen und "Pipi Langstrumpf"-Darstellerin Inger Nilsson neben deutschen Schauspielern wie Friedrich von Thun oder Nicole Heesters in ihrer Muttersprache und wurden anschließend synchronisiert.

Andy Gätjen, der ebenso wie die TV-Zuschauer die Schönheit der Insel vermissen wird, hat noch eine ganz simple, nicht ganz ernst gemeinte, inhaltliche Erklärung, warum der Krimi ein Ende finden muss: "Auf Gotland gibt es langsam keine Mörder mehr. Wo sollen die nach so vielen Folgen noch herkommen? Bei der kleinen Bevölkerungsdichte hat ja schon die Hälfte sich gegenseitig umgebracht oder sitzt im Gefängnis", sagt der Bruder des Moderator Steven Gätjen.