Raabs neue Show: Casting ohne Gesang

Stefan Raab ist "nur" der Produzent von "FameMaker"
Stefan Raab ist "nur" der Produzent von "FameMaker"
Foto: © Hannes Magerstaedt/Getty Images for Bits & Pretzels
Nach seinem "Free European Song Contest" plant Stefan Raab seine nächste Musik-Show: Bei "FameMaker" dürfen die Kandidaten singen - aber man hört sie nicht.

Die Idee hinter der geplanten ProSieben-Musikshow klingt erstmal kurios. Die Kandidaten singen unter einer schalldichten Kuppel und sollen die Jury mit ihrer Bühnenperformance überzeugen. Erst wenn sich eine Jury-Mitglied sicher ist den Kandidaten unter seine Fittiche zu nehmen und den magischen Hebel zieht, hebt sich die Kuppel.

Dabei kann angesichts des Show-Regelwerks die ein oder andere Überraschungen geben: Vielleicht klingt die beste Tänzerin oder der leidenschaftlichste Luftgitarrenspieler in Wirklichkeit wie ein wütendes Meerschweinchen oder wie Florence Foster Jenkins, die schlimmste Sängerin der Welt, die als „Königin der Dissonanzen“ in die Geschichte einging. „Hat der Kandidat seinen Song zwar gut präsentiert, aber keinen einzigen Ton getroffen, wird der Spaß umso größer“, freut sich ProSieben.

Die Jury besteht aus den "FameMakern" Carolin Kebekus, Luke Mockridge und Teddy Teclebrhan. Sie müsse ihre ausgewählten Kandidaten bei einem Auftritt in Szene setzen und einen Song produzieren. Also das Beste aus dem Talent herausholen – egal, wie gut er singen kann. Am Ende stimmen die TV-Zuschauer live ab und küren den Sieger.

Stefan Raab (GOLDENE KAMERA Preisträger von 2004) wird die Show produzieren und ist überzeugt von der Show-Idee: „Erfolg entsteht nicht auf den Stimmbändern, Erfolg entsteht im Kopf. Hätte es diese Show 1992 schon gegeben, hätte ich sofort mitgemacht. Denn singen konnte ich noch nie gut. Also, bewerbt euch!“

Die Ausstrahlung ist im Herbst geplant. Zurzeit suchen die Produzenten noch Kandidaten für das Format. Wer die Show moderieren wird, ist noch nicht bekannt - doch ein Moderations-Comeback von TV-Altmeister Raab (53) dürfte ausgeschlossen sein. Seine Rolle als Strippenzieher im Hintergrund scheint ihn auszufüllen.