Schauspieler Claus Biederstaedt ist gestorben

Claus Biederstaedt ist im Alter von 91 Jahren gestorben.
Claus Biederstaedt ist im Alter von 91 Jahren gestorben.
Foto: Ursula Düren dpa/lby
Der deutsche Filmstar und Synchronsprecher Claus Biederstaedt starb am Donnerstag im Alter von 91 Jahren, wenige Tage vor seinem Geburtstag.

Er stand mit den ganz Großen vor der Kamera, und auch seine Stimme prägte sich ein, nun ist Claus Biederstaedt am Donnerstag, 18. Juni, der Schauspieler gestorben, wie sein Sohn am Sonntag bestätigte. "Wir sind sehr dankbar, dass er friedlich eingeschlafen ist", sagte er. Zuvor hatte Bild über den Tod des bei München lebenden Biederstaedt berichtet.

In den vergangenen Jahren war es ruhig um ihn geworden, da er an Zungenkrebs erkrankt war. Ärzte mussten ihm zwei Drittel der Zunge amputieren. Den Krebs habe er aber besiegt, sagte sein Sohn.

Begonnen als bester Nachwuchsdarsteller

Begonnen hatte seine Karriere Ende der 40er Jahre im Hamburger Schauspielhaus. Für sein Debüt vor der Kamera im Film "Die große Versuchung" (1952) erhielt er den Deutschen Filmpreis als bester Nachwuchsschauspieler.

Claus Biederstaedt und Romy Schneider

Es folgten Filme wie "Feuerwerk" (1954), in dem er an der Seite der damals 16-jährigen Romy Schneider spielte. Mit seiner Rolle in "Charleys Tante" (1956) neben Heinz Rühmann wurde er einem breiten Publikum bekannt.

Seit 1960 lieh er Stars wie Paul Newman, Marlon Brando, James Garner oder Yves Montand seine Stimme. In der Fernsehserie "Raumpatrouille" (1966) sprach er die Einleitung: „Was heute noch wie ein Märchen klingt …“.

Später wirkte er in mehr als 200 Fernsehproduktionen mit, unter anderem in Serien wie "Derrick", "Die Schwarzwaldklinik" oder "Der Alte".

Claus Biederstaedt in "Derrick"