TV-Stars improvisieren am offenen Grab in "Das Begräbnis"

V. li. n. re.: Sebastian Schultz (Produzent), Jan Georg Schütte (Regie), Devid Striesow, Catrin Striebeck, Christine Schorn, Anja Kling, Charly Hübner, Lars Jessen (Produzent) und Thomas Thieme.
V. li. n. re.: Sebastian Schultz (Produzent), Jan Georg Schütte (Regie), Devid Striesow, Catrin Striebeck, Christine Schorn, Anja Kling, Charly Hübner, Lars Jessen (Produzent) und Thomas Thieme.
Foto: ARD Degeto/Gulliver Theis
Regisseur und Improvisations-Spezialist Jan Georg Schütte hat für die ARD ein neues Comedy-Projekt realisiert, bei dem auch vier GOLDENE KAMERA Preisträger mit von der Partie sind.

Nach nur zwei Drehtagen am Schaalsee in Mecklenburg-Vorpommern war die "Impro-Comedy-Serie im Kasten, die von der Beerdigung eines alten Patriarchen erzählt, zu der geladene und ungebetene Gäste kommen. Zum Star-Ensemble gehören mit Anja Kling, Charly Hübner, Claudia Michelsen und Thomas Thieme gleich vier GOLDENE KAMERA Preisträger.

Für den 47-jährigen Charly Hübner war es bereits der zweite Impro-Dreh mit Grimme-Preisträger Jan Georg Schütte. In "Klasssentreffen" (2019) spielte er unter Schüttes Regie einen Schuhfabrikanten, der einer alten Liebe nachtrauert. "Altersglühen – Speed Dating für Senioren", u.a. mit Mario Adorf, Senta Berger und Matthias Habich, war 2014 die erste Komödie, die Schütte als Impro-Projekt mit bekannten TV-Stars realisierte und die mehrfach ausgezeichnet wurde. 2016 folgte dann "Wellness für Paare".

Darum geht's in "Das Begräbnis"

Sie kommen zusammen, um Abschied von Wolff-Dieter Meurer zu nehmen: Geschätztes Mitglied der Gemeinde Lassahn am Schaalsee und Geschäftsführer einer Sanitärfirma. Geliebter Ehemann der im Dorf unbeliebten Gaby Krolmann-Meurer (Catrin Striebeck). Vater von vier Kindern - Sabine Stenz-Meurer (Claudia Michelsen), Thorsten (Devid Striesow) sowie Mario Meurer (Charly Hübner) aus erster Ehe mit Hildegard Meurer (Christine Schorn) und Kevin Krolmann-Meurer (Enno Trebs) aus zweiter Ehe.

In DDR-Zeiten war Meurer ein Kumpel, der für manche zum Feind wurde. Kaum ist der Sarg unter der Erde, kommen schmutzige Geheimnisse ans Licht und es tauchen Fragen auf: Wer war Wolff-Dieter Meurer wirklich, welchen Repressionen der Stasi war er ausgesetzt und was passiert mit dem Erbe?

Die Schauspieler improvisieren die konfliktgeladenen Szenen und Dialoge rein auf Grundlage ihrer Rollenprofile, ohne Drehbuch. "Warum ich improvisiere? Weil ich damit die Schauspieler und ihre Fantasie in den Mittelpunkt stellen kann. Weil es sich bewährt hat. Weil definitiv alle Abteilungen vor Drehbeginn kurz vorm Infarkt stehen. Das gibt immer schön lebendige Ergebnisse", so Jan Georg Schütte über seine Arbeit.

Sechs 45-minütige Episoden werden exklusiv vorab in der ARD-Mediathek gezeigt. Im Ersten wird dann ein 90-minütiger Fernsehfilm präsentiert. Ein Sendetermin im Ersten ist noch nicht bekannt.