Die Verfilmung des Schicksals einer Schauspielerfamilie

Miriam als Kind (Cloé Heinrich) und die erwachsene Miriam (Eva Meckbach).
Miriam als Kind (Cloé Heinrich) und die erwachsene Miriam (Eva Meckbach).
Foto: ZDF/Georges Pauly
"Die Luft zum Atmen" erzählt die Geschichte von Miriam Maertens, die die unheilbare Erbkrankheit Mukoviszidose überlebt hat.

Ihre Gesichter kennt jeder, doch welches Schicksal die Schauspielerfamilie Maertens ereilt hat, weiß kaum jemand. Jetzt wird Miriam Maertens' außergwöhnliche Autobiografie "Verschieben wir es auf morgen" verfilmt. Die Schauspielerin selbst schlüpft in die Rolle ihrer eigenen Ärztin. Ebenfalls für diesen Film vor der Kamera stehen Miriams Brüder Kai und Michael Maertens, sowie ihr Sohn Johsua Maertens.

Darum geht's in "Die Luft zum Atmen"

Miriam Maertens (als Erwachsene gespielt von Eva Meckbach, als Kind dargestellt von Cloé Heinrich) entstammt einer bekannten Hamburger Schauspielerfamilie. Sie wächst behütet und unbeschwert auf, doch je älter sie wird, desto schlechter geht es ihr. Die erschütternde Diagnose: Mukoviszidose. Sie verspricht ihrer Mutter Christa (Janna Striebeck), nicht zu sterben und beschließt früh, ein Doppelleben zu führen. Sie lebt als wäre sie gesund, die Krankheit ist ihr Geheimnis. Als ihr Vater Peter (Michael Wittenborn) in der Zeitung von zwei Münchner Ärzten liest, die eine neue Methode für die Behandlung von Mukoviszidose entwickelt haben, trifft Miriam zum ersten Mal Menschen, die ihr helfen können.

Diszipliniert hält sie sich an die strikten Vorgaben von Frau Dr. Bertele (Miriam Maertens) und Professor Harms (Peter Lohmeyer) - nun kann sie nichts mehr aufhalten.

Als junge Frau macht Miriam ihren Traum wahr und wird Schauspielerin. Am Theater lernt sie Pit (Sebastian Zimmler) kennen. Endlich einer, der sie begehrt, wie sie ist, und sich keine Sorgen macht. Als Miriam schwanger wird, sind die Ärzte, ihre Familie und ihre beste Freundin Janna (als Erwachsene: Anna Herrmann, als Kind: Charlotte Martz) zunächst fassungslos. Wie soll Miriam auch noch diese Herausforderung schaffen? Aber Miriam glaubt an sich und ihren Körper. Sie bringt einen gesunden Sohn zur Welt, doch ihre Beziehung geht in die Brüche. Plötzlich steht Miriam allein da, mit ihrer Krankheit und dem kleinen Kind. Hat sie sich zu viel zugetraut?

Miriam kämpft sich zurück. Sie macht Karriere am Theater und lernt Holli (Jirka Zett), ihre neue Liebe, kennen. Nach außen hin scheint alles gut, doch der Schein trügt - Miriams Lunge ist am Ende. Wenn sie sich jetzt nicht für eine Transplantation listen lässt, wird sie in wenigen Wochen sterben. Am 8. Juni 2012 bekommt Miriam während einer Theatervorstellung den wichtigsten Anruf ihres Lebens. Eine passende Spenderlunge wurde im letzten Moment für sie gefunden.

Hintergrund

In weiteren Rollen sind u.a.: Marc Benjamin, Thomas Niehaus, Stephan Szász, Max Koch, Regula Grauwiller, Sabrina Ceesay, Catrin Striebeck und Pablo Striebeck zu sehen. Regisseur Jophi Ries inszeniert nach dem Drehbuch von Christian Lex und Angelika Schwarzhuber, welches auf der Buchvorlage von Miriam Maertens beruht. Bis zum 28. November wird noch in Hamburg und auf Sylt gedreht. Ein Sendetermin steht noch nicht fest.

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