"1000 Zeilen": Bully Herbig verfilmt den "Fall Relotius" mit Elyas M'Barek und Jonas Nay

Regisseur Michael Bully Herbig (l) sowie die Hauptdarsteller Jonas Nay (M.) und Elyas M'Barek
Regisseur Michael Bully Herbig (l) sowie die Hauptdarsteller Jonas Nay (M.) und Elyas M'Barek
Foto: © Mathis Wienand/Getty Images / © picture alliance/Geisler-Fotopress / © Matthias Nareyek/Getty Images [M] GOLDENE KAMERA
Unter der Regie von Michael Bully Herbig wird einer der größten deutschen Presseskandale mit Elyas M'Barek und Jonas Nay in den Hauptrollen verfilmt.

Noch bevor das Buch von Enthüllungsjournalist Juan Moreno erschien, hatte sich Sebastian Werninger, Geschäftsführer und Produzent UFA Fiction, die Filmrechte an "Tausend Zeilen Lüge" gesichert. Kein Wunder, geht es doch um den größten Medienskandal seit Jahrzehnten, den Juan Moreno aufgedeckt hat: Der für seine Reportagen preisgekrönte Reporter Claas Relotius, hatte für den "Spiegel" Reportagen und Interviews aus dem In- und Ausland geliefert, doch die hatte er – ganz oder zum Teil – frei erfunden.

Der Richtige hinter der Kamera

"Ähnlichkeiten mit unwahren Ereignissen könnten zufällig zutreffen. Die Fakten werden aber mit Sicherheit verdreht, damit's am Ende stimmt!", sagt Regisseur Michael Bully Herbig, der diese Hochstaplergeschichte nun als Mediensatire unter dem Arbeitstitel "1000 Zeilen" inszenieren wird.

Die Rolle des Enthüllungsjournalisten, der im Film Romero heißt, übernimmt Elyas M’Barek. Jonas Nay ist als Starreporter, im Film Lars Bogenius genannt, zu sehen.

Darum geht's in "1000 Zeilen"

Der mit zahlreichen Journalistenpreisen ausgezeichnete Reporter Lars Bogenius ist die Hoffnung des Verlagshauses und die Rettung gegen fallende Auflagenzahlen. Doch mit dessen großen, emotionalen Geschichten kann etwas nicht stimmen. Das findet sein aufmerksamer Kollege, der Journalist Romero, heraus. Um den Betrug aufzudecken, setzt seine Karriere und sogar seine Familie aufs Spiel. Doch als die Wahrheit ans Licht der Öffentlichkeit gelangt, findet der Betrug sein Ende findet.

"Diese unglaubliche Hochstaplergeschichte ist eine Steilvorlage für eine Mediensatire. Packend und voller Wendungen, bei der man sich köstlich amüsieren kann, die aber auch viel über unsere politische und mediale Realität erzählt", verrät Hermann Florin, Drehbuchautor und Produzent Feine Filme. "Bully ist ein fantastischer Partner, die Besetzung ist ein Traum – ich habe mich selten so auf die Arbeit an einem Film gefreut."

Die Dreharbeiten finden im Sommer 2021 in München, Berlin, Hamburg und Spanien statt.

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