"Steirerwut" mit Miriam Stein, Hary Prinz und Eva Herzig

Ein Kommissar zwischen Freundschaft Plus und einer Alpakazucht: Die ARD und ONE zeigen den vierten Teil der "Steirerkrimi"-Reihe.

Nach Steirerblut, Steirerkind und Steirerkreuz kommt nun "Steirerwut"(am Donnerstag, 11. März, 20.15 Uhr im Ersten und am Samstag, 13 März, 20.15 Uhr auf ONE). Darin führt der Grazer Chefermittler Sascha Bergmann (Hary Prinz) ein freundschaftliches Sexverhältnis mit Eva Merz, der Kollegin von der Spurensicherung.

Darum geht's in "Steirerwut"

Sascha Bergmann (Hary Prinz) und Eva Merz (Eva Herzig) wollen das Dienstliche mit dem Romantischen verbinden und checken in der Nähe des Tatortes in einem luxuriösen Wellnesshotel ein. Doch leider artet ein Routinefall im beschaulichen Oststeirischen Hügelland völlig unerwartet in Arbeit aus: Was zunächst wie der Freitod eines Betrunkenen aussieht, entpuppt sich als schlecht getarnter Mord!

Dies wiederum ruft Bergmanns Partnerin Sandra Mohr (Miriam Stein) auf den Plan, denn wie sich schnell herausstellt, ist die Zahl der Verdächtigen größer als die der Trauernden, darunter die Nachbarin des Ermordeten (Brigitte Hobmeier), deren Alpakazucht er bekämpfte; sein hasserfüllter Bruder (Branko Samarovski), den er bei der Erbschaft übervorteilt hatte, und sogar sein eigener Sohn (Christoph Luser), der nun auf ein stattliches Erbe hoffen kann.

Während Bergmann abgelenkt ist, stürzt sich Mohr in den Fall - und bringt sich mit ihrem Übereifer in Gefahr.

Hintergrund

Regisseur und Autor Wolfgang Murnberger sagt über die Herausforderung mit Tieren zu drehen: "Ein Alpaka vor der Kamera stellt sich nur eine einzige Frage: 'Wo ist das andere Alpaka?' Und sein ganzes Bestreben zielt nur darauf hin, so schnell wie möglich sich zum anderen Alpaka zu gesellen. Die Wünsche des Filmteams sind dabei so was von sekundär!"

Schauspielerin Miriam Stein, die Sandra Mohr verkörpert, war von den Alpakas nicht sehr beeindruckt: "Also, um ehrlich zu sein, wirkten sie auf mich nicht wie die klügsten Tiere auf Erden und die Geräusche, die sie von sich geben, sind sehr seltsam. Mein Herz schlägt da eindeutig mehr für Kühe!"

GOLDENE KAMERA TV-Tipp, weil...

Chefermittler Sascha Bergmann ist ohne Frage ein Macho. Er starrt der Verdächtigen auf den Hintern (angeblich nur, um zu überprüfen, ob sie stark genug sei, das Opfer zu tragen), posiert im Slip mit nacktem Hintern vorm Spiegel (bzw. der Kamera) und lässt den ein oder anderen chauvinistischen Spruch fallen. Eigentlich ist so eine Ermittlerrolle lange überholt. Doch in Verbindung mit der österreichischen Schmäh und der leichten Erzählweise dieses Krimis passt sie so gerade noch.

Affären, Neid, zerstörte Existenzen, niedliche Tiere - in diesem Landkrimi ist alles drin. Auch wenn man glaubt, den Fall längst durchschaut zu haben, so bleibt die Überführung des Täters bis zum Ende hin offen und spannend. Gelingt es einem zudem, über das Machoverhalten hinwegzusehen, so weist "Steirerwut" viele interessante Charaktere auf.