"Du sollst hören": Claudia Michelsen als Richterin in Not

Von links: Prof. Dr. Theo Rothschild (Kai Wiesinger), Conny Ebert (Anne Zander), Mila Ebert (Delia Pfeffer), Jolanda Helbig (Claudia Michelsen)
Von links: Prof. Dr. Theo Rothschild (Kai Wiesinger), Conny Ebert (Anne Zander), Mila Ebert (Delia Pfeffer), Jolanda Helbig (Claudia Michelsen)
Foto: ZDF / Ben Knabe
Schwere moralische Entscheidung für eine Richterin, gespielt von GOLDENE KAMERA-Preisträgerin Claudia Michelsen.

Wenn es um das Aufwachsen von Kindern geht, treffen oft unterschiedliche Meinungen aufeinander. Ist eine Entscheidung sogar für das Kindeswohl ausschlaggebend, möchte natürlich niemand was falsch machen. Im neuen Fernsehfilm der Woche "Du sollst hören", der derzeit in Köln und Umgebung gedreht wird, stehen die Ansichten von Medizinern und Eltern in starkem Gegensatz zueinander. Der Streit eskaliert und eine Richterin, gespielt von 2GOLDENE KAMERA-Preisträgerin 2013 Claudia Michelsen soll entscheiden. Während der Urteilsfindung gerät sie in ein moralisches Dilemma.

Darum geht's in "Du sollst hören"

Die zweijährige Mila Ebert ist gehörlos. Bei einer Untersuchung im Krankenhaus wird festgestellt, dass ihr Hörnerv aber ausgebildet ist. Mit dem Einsetzen eines Cochlea Implantats und entsprechender Förderung hätte sie die Chance auf ein "normales" Leben. Die Ärztin Dr. Sabine Slowinski (Patricia Meeden) lädt Milas Eltern Conny (Anne Zander) und Simon (Benjamin Piwko), die ebenfalls gehörlos sind, zu einem Aufklärungsgespräch ein.

Während Milas hörende Tante Jette (Laura Lippmann) von der Nachricht begeistert ist, lehnen die Eltern eine Operation ab. Sie empfinden Milas fehlendes Hörvermögen nicht als Krankheit oder Behinderung. Das Krankenhaus schaltet daraufhin das Jugendamt ein, der Fall kommt vor Gericht. Richterin Jolanda Helbig (Claudia Michelsen) muss entscheiden, ob Mila ein Recht zu hören hat.

Für Prof. Dr. Theo Rotschild (Kai Wiesinger), Chefarzt der HNO und Ex-Mann von Jolanda, ist die Sache klar: Natürlich ist es besser zu hören, als taub zu bleiben. Milas Eltern hingegen empfinden die Einmischung als einen respektlosen Übergriff in ihr Elternrecht und einen Angriff auf ihre Art zu leben. Für Jolanda ist die Fragestellung komplex und alles andere als eindeutig. Durch die intensive Beschäftigung mit dem Fall holt ihre eigene Vergangenheit sie wieder ein. Ihre Ehe mit Jonas (Jan Krauter) steht auf dem Spiel, und Jolanda droht, aus der Bahn geworfen zu werden.

Hintergrund

Ebenfalls vor der Kamera stehen Sina Martens, Luca Zamperoni, Eva Verena Müller, Kathrin-Maren Enders und andere. Regisseurin Petra K. Wagner inszeniert das Drehbuch von Katrin Bühlig. Die Dreharbeiten dauern bis 2. Juli 2021. Ein Sendetermin steht noch nicht fest.

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