Drogen- und Alkoholabhängigkeit kostete Matthew Perry Millionen

Als Chandler Bing brachte Matthew Perry in der Sitcom "Friends" Millionen von Menschen zum Lachen.
Als Chandler Bing brachte Matthew Perry in der Sitcom "Friends" Millionen von Menschen zum Lachen.
Foto: imago images/Everett Collection
"Ich habe wahrscheinlich neun Millionen Dollar ausgegeben, um nüchtern zu werden", erklärt der ehemalige "Friends"-Star Matthew Perry kurz vor der Veröffentlichung seiner Memoiren in einem Interview.

Der einstige "Friends"-Star Matthew Perry (53) kämpfte viele Jahre mit seiner Alkohol- und Tablettensucht. "Ich habe wahrscheinlich neun Millionen Dollar oder so ausgegeben, um nüchtern zu werden", sagte er der "New York Times" kurz vor der Veröffentlichung seiner Memoiren "Friends, Lovers and the Big Terrible Thing". Laut der Zeitung sei er nun seit 18 Monaten clean.

Im Kampf gegen seine Sucht hätten ihn auch seine "Friends"-Kollegen unterstützt, allen voran Jennifer Aniston (53). Sie habe ihn mit seiner Alkoholsucht konfrontiert, verriet Perry im Interview mit US-Journalistin Diane Sawyer. Aniston sei eines Tages am Set der Kultserie, die von 1994 bis 2004 lief, auf ihn zugegangen und habe ihm eröffnet, dass sie und der Rest des Casts wüssten, "dass du trinkst", erinnerte sich Perry. "Stellt euch vor, wie beängstigend dieser Moment war". Aniston sei diejenige gewesen, die ihm am häufigsten eine helfende Hand gereicht habe. Er sei ihr "sehr dankbar".

Matthew Perry hätte fast nicht überlebt

In seinem Buch "Friends, Lovers and the Big Terrible Thing", das ab dem 1. November erscheint, spricht Perry offen wie nie über seine schweren Suchtprobleme. Einem Bericht des US-Magazins "People" zufolge beginnen seine Memoiren damit, dass er im Alter von 49 Jahren beinahe gestorben wäre.

Nachdem er zu viele Schmerzmittel genommen hatte, sei demnach sein Darm geplatzt. Perry habe zwei Wochen im Koma gelegen und insgesamt fünf Monate im Krankenhaus verbracht. Als er ins Krankenhaus kam, "erzählten die Ärzte meiner Familie, dass ich eine zweiprozentige Chance hatte, zu überleben. Er sei an eine sogenannte ECMO-Maschine angeschlossen worden, "die all das Atmen für dein Herz und deine Lunge übernimmt. [...] Niemand überlebt das."

Er will anderen Menschen helfen

Mit seinem Buch wolle Perry nun anderen Menschen helfen. Vier weitere Personen, die in der gleichen Nacht an eine ECMO-Maschine angeschlossen wurden, seien gestorben und nur er habe überlebt. "Die große Frage ist also, warum? Warum war ich der eine? Dafür muss es irgendeinen Grund geben."

Im Februar hatte Perry erstmals den Titel seiner Memoiren bekannt gegeben. "In der Vergangenheit wurde schon so viel über mich geschrieben. Ich dachte, es wäre an der Zeit, dass die Leute es von mir hören", schrieb Perry damals auf Instagram. "Die Höhepunkte waren hoch, die Tiefpunkte tief. Aber ich habe überlebt, um die Geschichte zu erzählen, auch wenn es manchmal so aussah, als würde ich es nicht schaffen".

(jer/spot)