Nadja Uhl: Jury-Mitglied GOLDENE KAMERA 2019

Jury-Mitglied für die GOLDENE KAMERA 2019: Nadja Uhl (46)
Jury-Mitglied für die GOLDENE KAMERA 2019: Nadja Uhl (46)
Foto: dpa
Die 46-jährige Gewinnerin der GOLDENEN KAMERA 2014 ist eine der wandlungsfähigsten Schauspielerinnen ihrer Generation und weiß aus eigener Erfahrung, worauf bei der Jury-Arbeit zu achten ist.

Seit Nadja Uhl für ihre packende Darstellung der alkoholkranken Textilarbeiterin Tatjana in Volker Schlöndorffs "Die Stille nach dem Schuss" 2000 mit dem Silbernen Bären der Berlinale ausgezeichnet worden ist, scheint die 46-jährige Mecklenburgerin ein Abonnement für die Shortlist renommierter Schauspielehrungen zu haben.

So gewann die Absolventin der Leipziger Hochschule Musik und Theater Felix Mendelson Bartholdy 2005 für ihre Leistung in Andreas Dresens Tragikomödie "Sommer vorm Balkon" beim Filmfestival Chicago den Silver Hugo Award als Beste Darstellerin, war seit 2007 viermal für den Deutschen Fernsehpreis nominiert (zuletzt für den ZDF-Thriller "Tod im Internat") und war 2010 mit ihrer herausragenden Performance in Simon Verhoevens Ensemblekomödie "Männerherzen" beim Deutschen Filmpreis im Rennen für die Beste weibliche Nebenrolle. Ihre Jury-Vorgänger bei der GOLDENEN KAMERA 2014 überzeugte Nadja Uhl als fassungslose Kommissarin Karin Wegemann, die im Kinderhandel-Thriller "Operation Zucker" die "radikalste Darstellung des Fernsehjahres" lieferte.

Nadja Uhl über ihre Rolle im ZDF-Thriller 'Tod im Internat'

Im Zweiteiler "Tod im Internat" (9. und 11. Oktober, 20.15 Uhr, ZDF) ermittelt Nadja Uhl undercover als Lehrerin. Es geht um Morde und Millionen. Was die Zuschauer noch erwartet und wie ihre Ermittlerin tickt, verrät die Schauspielerin im Interview.
Nadja Uhl über den ZDF-Thriller "Tod im Internat"

Das extrem eindringliche Spiel der Wahl-Potsdamerin resultiert aus der Fähigkeit, komplett in ihren Figuren aufzugehen. Und das prädestiniert die zweifache Mutter nicht nur für extrem herausfordernde Rollen wie die der RAF-Terroristin Brigitte Mohnhaupt in Bernd Eichingers "Der Baader Meinhof Komplex" oder der Terroristengeisel Gabriele Dillmann in der ARD-Produktion "Mogadischu", für die Nadja Uhl 2007 parallel vor der Kamera stand, sondern auch zur Jury-Fachfrau für glaubhafte Schauspielleistungen.

Dass Nadja Uhl, die ihr filmisches Schauspieldebüt 1993 in der Romanadaption von "Der grüne Heinrich" gab, in ihrer 25-jährigen Schauspielkarriere verinnerlicht hat, worauf es darstellerisch ankommt, stellte sie zuletzt in so unterschiedlichen Projekten wie dem Nachkriegsdrama "Ich werde nicht schweigen" und dem "Spreewaldkrimi: Tödliche Heimkehr" unter Beweis.