Rudi Cerne: Jury-Mitglied der GOLDENEN KAMERA 2019

Rudi Cerne moderiert die Neuauflage des ZDF-Klassikers "Vorsicht, Falle!"
Rudi Cerne moderiert die Neuauflage des ZDF-Klassikers "Vorsicht, Falle!"
Foto: © ZDF/Nadine Rupp
Erfolgreicher Eiskunstläufer, Sportreporter, TV-Fahnder und jetzt noch Jury-Mitglied bei der GOLDENEN KAMERA - Rudi Cerne ist ein echtes Multitalent.

Der Spitzname „Ganoven-Rudi“ will einfach nicht so recht passen zum ehemaligen Eiskunstlauf-Star, auch wenn der TV-Fahnder Rudi Cerne mittlerweile das langjährige Gesicht des ZDF-Erfolgsformats „Aktenzeichen XY“ ist. Gerade beim jüngeren Publikum dürfte Cerne bekannter sein als der 2009 verstorbene „Aktenzeichen-XY“-Gründer Eduard Zimmermann, den alle Welt nur „Ganoven-Ede“ nannte.

Schon seit 2002 moderiert Rudi Cerne, der in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag feierte, die äußerst erfolgreiche TV-Fahndung im Zweiten, die regelmäßig mehr als 5 Millionen Zuschauer fesselt. Etwas ändern, lösen, in Bewegung bringen – genau das ist laut Cerne der Kern der ZDF-Sendung die heute als "True Crime"-Format bezeichnet wird: "Unser Erfolgsgeheimnis ist nicht nur, dass wir die Wahrheit eins zu eins abbilden – wir bewirken auch etwas! Ein Beispiel: Nachdem wir 2003 das Fahndungsfoto des gesuchten Sexualstraftäters Peter Horn zeigten, der mehrfach schweren sexuellen Missbrauch an Kindern begangen hatte, rief uns eine Zeugin an, die Horn als ihren Nachbarn in einer Wohnanlage in Marbella identifizierte. Daraufhin nahm die Guardia Civil den Täter umgehend fest. Dieser wertvolle Mitmach-Effekt ist das Herzstück der Sendung. Bei uns können die Zuschauer der Kriminalpolizei helfen."

Neben der Moderation von „Aktenzeichen XY“ und dem Ableger „Vorsicht Falle“ ist Rudi Cerne seit 1996 als Live-Reporter, Redakteur und Moderator für die "ZDF SPORTreportage" im Einsatz. Außerdem ist er auch Experte für Preisverleihungen: Seit 2007 moderiert er zusammen mit Katrin-Müller Hohenstein die jährliche Gala "Sportler des Jahres".

Ein bekanntes Gesicht hatte Rudi Cerne aber auch schon vor seiner TV-Karriere: Nach zwei Deutschen Meisterschaften im Eiskunstlauf (1978/80) und der Silbermedaille bei der Europameisterschaft 1984 in Budapest, schrammte er im gleichen Jahr nur knapp an einer olympischen Medaille vorbei und belegte in Sarajevo den vierten Platz. Nach zwei Jahren als Profi bei „Holiday on Ice“ startete Cerne 1988 seine Fernsehkarriere beim WDR und war später als Live-Reporter bei Europa- und Weltmeisterschaften sowie Olympischen Spielen für die ARD im Einsatz. 1996 wechselte er zum ZDF und moderierte von 1999 bis 2006 auch das "aktuelle sportstudio“.

Als 2002 bekannt wurde, dass Rudi Cerne die Moderation von „Aktenzeichen XY“ übernehmen soll, herrschte zuerst große Skepsis. Viele trauten dem Ex-Eiskunstläufer keine Moderation außerhalb der Sport-Welt zu. Doch der gebürtige Westfale konnte seine Kritiker mit Seriosität und Sachlichkeit schnell überzeugen. In den 17 Jahren TV-Fahndung hat er von den zuständigen Ermittlern etwas sehr Wichtiges gelernt: Distanz wahren, abschalten. "Doch vor allem wenn es um vermisste Kinder geht, braucht das seine Zeit", gibt der Moderator zu. Er war damals übrigens der Wunschkandidat von Eduard Zimmermann.