GOLDENE KAMERA 1989: Die Atzorns vereint

Preisträger 1989: Florence Griffith Joyner, Harry Valérien, Placido Domingo, Robert Atzorn, Ruth Maria Kubitschek, Gratulantin Friede Springer
Preisträger 1989: Florence Griffith Joyner, Harry Valérien, Placido Domingo, Robert Atzorn, Ruth Maria Kubitschek, Gratulantin Friede Springer
Wir blicken zurück auf 30 Jahre GOLDENE KAMERA im ZDF, 30 Jahre Glamour, 30 Jahre nationale und internationale Stars. Heute: Die Verleihung der GOLDENEN KAMERA 1989. Sie wollen die GOLDENE KAMERA 2020 live erleben? Dann machen Sie mit bei unserem großen Gewinnspiel!

Emotional ging es am 18. Februar 1989 zu. An diesem Tag wurden die Preisträger für ihre Leistungen im Fernsehjahr 1988 mit der GOLDENEN KAMERA ausgezeichnet. Durch den Abend führten Moderatorin Sabine Sauer und Nachrichtensprecher Jan Hofer. Es war das Jahr der Sportler und der Sportreporter, das Jahr der Olympischen Winterspiele in Calgary und Sommerspiele in Seoul. Daher fragte die HÖRZU ihre Leser: Wer war der beste Sportreporter? Der Gewinner: Harry Valérien - bereits seine dritte GOLDENE KAMERA.

Sprintkönigin und Goldkehlchen

Passend zum Sportjahr wurde zudem die schnellste Frau der Welt ausgezeichnet: Sprintkönigin Florence Griffith-Joyner. Der Hobby-Pianistin lauscht nach der Verleihung auch Ehrenpreisträger Plácido Domingo. Er hat im Jahr zuvor alle seine Konzerte abgesagt, um für heimatlose Kinder in Mexiko Geld zu sammeln. "Damit machte er das Gold seiner Kehle zu Geld für die Armen", so die Jurybegründung.

Immerhin um das Wohl eines Außerirdischen kümmerte sich ab dem 5. Januar 1988 die Familie Tanner im deutschen TV: Als erste amerikanische TV-Serie wurde "Alf" mit der GOLDENEN KAMERA ausgezeichnet.

Vater und Sohn vereint

Sehr emotional wird es, als Robert Atzorn für seine Rolle in der Serie "Oh Gott, Herr Pfarrer" von seinem Vater die Kamera entgegennimmt. Dieser heißt ebenfalls Robert Atzorn und ist Gründungsmitglied der Jury der GOLDENEN KAMERA und Leiter des Münchner HÖRZU-Büros. Da die beide keinen Kontakt mehr zueinander pflegten, sagt der Schauspieler zu Tränen gerührt: "Wir hatten oft eine sehr komplizierte Beziehung. Und das hat etwas sehr Versönhnliches."

Die "Beste Fernsehentdeckung des Jahres" ist für die Jury die damals 29-jährige Barbara Auer, die an der Seite von Robert Atzorn in dem WDR-Zweiteiler "Das Milliardenspiel" zu sehen ist. Sie bekommt die Lilli-Palmer-Gedächtniskamera, den heutigen Nachwuchspreis, von Günther Strack überreicht.

Auch ein anderes, junges Gesicht wird geehrt: Günther Jauch gewinnt seine erste GOLDENE KAMERA, die wird ihm überreicht von seinem Kumpel Thomas Gottschalk - von wem auch sonst.

Und dann wird noch Frank A. Banuscher ausgezeichnet. Den kennen Sie nicht? Doch, ganz bestimmt. Denn er stand mit gerade mal 25 Jahren als Kameramann für "Dinner for One" hinter der Kamera.