GOLDENE KAMERA 2002: Eine Academy als Jury

Preisträger der GOLDENEN KAMERA 2002
Preisträger der GOLDENEN KAMERA 2002
Wir blicken zurück auf 30 Jahre GOLDENE KAMERA im ZDF, 30 Jahre Glamour, 30 Jahre nationale und internationale Stars. Heute: Die Verleihung der GOLDENEN KAMERA 2002. Sie wollen die GOLDENE KAMERA 2020 live erleben? Dann machen Sie mit bei unserem großen Gewinnspiel!

Thomas Gottschalk, der die diesjährige Verleihung am 21. März live im ZDF um 20.15 Uhr zum 14. Mal moderieren wird, wurde 2002 als erster Star überhaupt in die neu geschaffene "Hall of Fame" aufgenommen. Gewohnt souverän bedankte er sich mit den Worten: "Ich freue mich wirklich, aber lasst mich noch ein bisschen machen."

Harald Schmidt hingegen meinte: "Ich bin ein bisschen neidisch auf das Denkmal." Dafür ging die GOLDENE KAMERA in der Kategorie "Bestes Entertainment im deutschen Unterhaltungsfernsehen" an den Late-Night-Talker. Denn über Jahre fanden viele Fans ohne den Schmidtschen Nachtzuschlag nicht ins Bett. Seine Devise: Lieber einen guten Freund verlieren als auf einen Gag verzichten. Nebenbei setzte er mit seinen messerscharfen Analysen zum Tagesgeschehen neue Maßstäbe. „Dirty Harry" kennt eben keine Tabus, ist unverschämt, überheblich, brillant.

Überirdisch gut

Eine Academy, die sich aus ehemaligen Preisträgern und Branchenkennern wie Mario Adorf, Klaus Maria Brandauer, Christiane Hörbiger und Armin Mueller-Stahl zusammensetzte, bestimmte damals die Preisträger. Sie entschieden, Hollywoodstar Cate Blanchett („Herr der Ringe“) die Auszeichnung als „Sensation des Jahres“ zu überreichen.

Preisträger Heino Ferch geht im Sat.1-Doku-Thriller "Der Tunnel" unter Tage. „Der beste deutsche Film seit ,Das Boot‘ “, jubelt sogar die ferne „Los Angeles Times“ über über die Verfilmung des spektakulären Fluchtversuchs von Ost- nach West-Berlin. Heino Ferch ist der Held des Doku-Thrillers – und er überzeugte: Wenn man einem glaubt, dass er zur Schaufel greift und einen Tunnel von West- nach Ostberlin buddelt, dann ihm.

Mit ihrem authentischen und unbefangenen Spiel avancierte Heike Makatsch endgültig zur Charakterdarstellerin. Für ihre schauspielerische Leistung in Dieter Wedels Sechsteiler "Die Affäre Semmeling" (2001) wurde sie als "Beste Schauspielerin" ausgezeichnet.

"Die geilste Motorradstimme der Welt"

Anastacia, die die Trophäe in der Kategorie "Pop International" überreicht bekam, hatten die meisten Jubelschreie am roten Teppich gegolten. Sie dankte vor allem ihren Fans, "die noch draußen in der Kälte frieren". Im bauchfreien Outfit und wie gewohnt mit getönter Brille rockte sie die Bühne.