"Angst - Der Feind in meinem Haus" (ZDF)

Rebecca (Anja Kling, l.) und Randolph (Heino Ferch, r.) fahren mit den Kindern an den Strand, um sich von den quälenden Gedanken an Tiberius abzulenken.
Rebecca (Anja Kling, l.) und Randolph (Heino Ferch, r.) fahren mit den Kindern an den Strand, um sich von den quälenden Gedanken an Tiberius abzulenken.
Foto: © ZDF / Stefan Erhard
Die Jury der GOLDENEN KAMERA hat den ZDF-Psychothriller "Angst - Der Feind in meinem Haus" in der Kategorie "Bester deutscher Fernsehfilm" für die GOLDENE KAMERA 2018 nominiert.

Darum geht's in "Angst - Der Feind in meinem Haus"

Der Horror beginnt mit Keksen. Als Rebecca Tiefenthaler (Anja Kling) und ihr Gatte Randolph (Heino Ferch) mit den Kindern in eine Berliner Gründerzeitvilla ziehen, steht alsbald Gebäck vor der Haustür. Ein Geschenk von Dieter Tiberius (Udo Samel), dem Nachbarn aus dem Souterrain. Er scheint ein netter älterer Herr zu sein, doch bald rückt er den Tiefenthalers immer enger auf den Leib. Als Rebecca ihn um Distanz bittet, zeigt er sein wahres Gesicht: Er fängt die Kinder ab, lockt sie zum Spielen in seine Wohnung, schnüffelt an Rebeccas Unterwäsche. Tiberius entpuppt sich als bösartiger Stalker.

In ihrer Not nehmen sich die Tiefenthalers einen Anwalt. Doch da es Tiberius klug vermeidet, handgreiflich zu werden, kann weder Justiz noch Polizei ihnen helfen. Ganz im Gegenteil: Der hinterhältige Nachbar instrumentalisiert die Gesetzeshüter sogar für einen gnadenlosen Gegenschlag und beschuldigt Randolph und Rebecca des sexuellen Missbrauchs an ihren Kindern. Plötzlich stehen die Opfer selbst am Pranger und kämpfen gegen die Polizei und die Presse um ihre Ehre – und um ihr Leben.

Nach realen Begebenheiten

Das Stalkingdrama "Angst" von Regisseur Thomas Berger ist ein beklemmender Film nach dem Buch von Dirk Kurbjuweit, der diese Geschichte selbst erlebt hat. Nur das Ende des Psychospiels ist fiktiv.

Jurybegründung

"Wie das Leben zur Hölle wird, wenn der Nachbar es will, zeigt dieser Film beängstigend gut", sagt die Jury zu ihrer Wahl. "Heino Ferch und Anja Kling als Vorzeigepaar und Udo Samel als verhaltensgestörter Untermieter bekämpfen sich bis zum bitteren Ende. Das Psychospiel zwischen den dreien setzt dem Horror Glanzlichter auf."

Neben dem Psychothriller "Angst: Der Feind in meinem Haus" sind in der Kategorie "Bester deutscher Fernsehfilm" der Krimi "Ein Kommissar kehrt zurück" (ZDF) und die Komödie "Jürgen: Heute wird gelebt" (Das Erste) nominiert. Welche der drei Nominierten die GOLDENE KAMERA in der Königskategorie erhalten, entscheidet sich live während der Verleihung am Donnerstag, dem 22. Februar, im ZDF. Die Moderation übernimmt wie im Vorjahr der Filmfan Steven Gätjen.

Bildergalerie: Die Highlights der GOLDENEN KAMERS 2018

"Ein Kommissar kehrt zurück" (ZDF)

Duell zweier alter Rivalen: Kommissar Kovak (Uwe Kockisch, l.) und Physik-Professor Michael Adam (Sylvester Groth, r.).
Duell zweier alter Rivalen: Kommissar Kovak (Uwe Kockisch, l.) und Physik-Professor Michael Adam (Sylvester Groth, r.).
Foto: © ZDF / Daniela Incoronato
Die Jury der GOLDENEN KAMERA hat den ZDF-Krimi "Ein Kommissar kehrt zurück" in der Kategorie "Bester deutscher Fernsehfilm" für die GOLDENE KAMERA 2018 nominiert.
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