"Beste Schauspielerin International": Naomi Watts

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Laudator Axel Milberg überreicht Hollywood-Star Naomi Watts die GOLDENE KAMERA 2018 als "Beste Schauspielerin International".

In seiner Laudatio lobte Axel Milberg, der mit Naomi Watts für Tom Tykwers "The International" gemeinsam vor der Kamera stand, die walisische Preisträgerin als „verdammte Könnerin“ ihres Fachs, die komplett hinter ihren Figuren verschwindet und überraschte sie mit einer Grußbotschaft ihres Entdeckers David Lynch: "Buttercup, Du bist eine der größten Schauspielerinnen der Welt!"

Axel Milberg laudatiert Naomi Watts

Naomi Watts freute sich sehr über diese schöne Überraschung und die Möglichkeit, endlich Hamburg kennen zu lernen. Ihre Dankesrede wurde dann zu einem Loblied auf die Kunst, die alle Barrieren überwinden kann: "Die Kunst schafft Gemeinschaft und Gemeinschaft schafft Kunst".

Dankesrede von Naomi Watts

Die Preisträger der GOLDENEN KAMERA 2018

Im vergangenen Jahr startete Watts mit gleich zwei Rollen im Serienbusiness durch. In der Fortsetzung der legendären TV-Serie "Twin Peaks" stand sie in der Rolle der "Janey-E Jones" vor der Kamera von Kult-Regisseur David Lynch. In der Netflix-Serie "Gypsy" spielte sie eine Therapeutin, deren Leben aus den Fugen gerät.

Auch auf der Kinoleinwand zeigte sie gleich mehrfach ihr Können. Mit ihrer beeindruckend ehrlichen Darstellung der abenteuerlustigen, exzentrischen Rabenmutter "Mary" in "Schloss aus Glas" überzeugte sie ebenso wie als alleinerziehende Mutter "Susan" ("The Book of Henry"), die den niedergeschriebenen Plan ihres hochbegabten Sohnes umsetzen will, um die Nachbarstochter vor ihrem Vater zu retten.

"Naomi Watts begeistert gerne in düsteren Charakterrollen, in denen sie sich emotional und physisch in Grenzsituationen bringt – und auch darüber hinaus geht", begründet die Redaktion der GOLDENEN KAMERA die Auszeichnung. "Sie ist ganz sicher eine der wandlungsfähigsten Stars in der ersten Riege Hollywoods. Hocherotisch, unterkühlt, selbstbeherrscht oder herzzerreißend – Naomi Watts beherrscht die gesamte Klaviatur der Emotionen. Jedoch sind es vor allem die kleinen Gesten, die unglaubliche Intensität erzeugen und ihre Darstellung so sehr authentisch erscheinen lassen."

Ihr Weg nach Hollywood

Kein Geringerer als David Lynch war es auch, der die damals unbekannte Australierin 2001 für den Film "Mulholland Drive – Straße der Finsternis" besetzte. Für Naomi wurde es ein wahrer Glücksweg. Denn dieser machte sie weltweit bekannt. Nur zwei Jahre später brillierte sie in "Ring" und für ihre erschütternde Rolle als trauernde Ehefrau und Mutter in "21 Gramm" wurde sie 2004 erstmals für den Oscar nominiert.

2005 war sie in der zweiten Neuverfilmung von "King Kong" zu sehen. Es folgten der Blockbuster "The International" von Tom Tykwer und das preisgekrönte Meisterwerk "Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)". Oft spielte Watts Figuren, die mit einem Verlust umgehen müssen – so auch als Mutter zweier Kinder im Tsunami-Drama "The Impossible". Für ihre überzeugende Darstellung der Filmrolle wurde sie für den Golden Globe und erneut für den Oscar nominiert.

Bildergalerie: Die Highlights der GOLDENEN KAMERA 2018