GOLDENE KAMERA 2019: Das sind die nominierten "Besten Fernsehfilme"

Die prominente Expertenjury hat sich entschieden: "Aufbruch in die Freiheit", "Macht euch keine Sorgen" und "Schöne heile Welt" sind auf Goldkurs für die GOLDENE KAMERA 2019 in der Kategorie "Bester Fernsehfilm".

Beschreibung anzeigen
Die prominente Expertenjury hat sich entschieden: "Aufbruch in die Freiheit", "Macht euch keine Sorgen" und "Schöne heile Welt" sind auf Goldkurs für die GOLDENE KAMERA 2019 in der Kategorie "Bester Fernsehfilm".

Gesellschaftsdramen, Krimis, Politthriller, Tragikomödien - aus 20 Topfilmen des vergangenen Fernsehjahrs musste die Jury jene drei nominieren, die letztlich am stärksten überzeugen konnten. Auffällig in diesem Jahr: Alle nominierten Produktionen haben einen gesellschaftspolitischen Hintergrund: "Aufbruch in die Freiheit“ thematisiert den Kampf um den Abtreibungsparagraphen 218 sowie die Anfänge der Emanzipation der Frau zu Beginn der 1970er-Jahre. In „Macht euch keine Sorgen“ stemmt sich ein Vater dagegen, seinen Sohn an die Terrororganisation Islamischer Staat zu verlieren. „Schöne heile Welt“ findet einen undogmatischen Weg zu zeigen, wie in der Flüchtlingsproblematik Welten aufeinanderprallen.

GOLDENE KAMERA 2019: Nominierte Fernsehfilme

"Aufbruch in die Freiheit", "Macht euch keine Sorgen" und "Schöne heile Welt" sind auf Goldkurs für die GOLDENE KAMERA 2019 in der Kategorie "Bester Fernsehfilm".
GOLDENE KAMERA 2019: Nominierte Fernsehfilme

Großes Augenmerk legte die Jury, zu der unter anderem TV-Stars wie Nadja Uhl, Richy Müller, Rudi Cerne und Max Giermann gehörten, bei ihrer Wahl auch auf die Ausstattung der Filme und die schauspielerische Leistung. Welcher der drei Favoriten am Ende gewonnen hat, ist noch geheim. Der Sieger wird erst während der großen Galashow der GOLDENEN KAMERA verraten. Sie ist am 30. März live aus Berlin-Tempelhof im ZDF zu sehen.

GOLDENE KAMERA 2019: So sucht unsere Jury die Besten

Das sind die drei nominierten Fernsehfilme:

"Aufbruch in die Freiheit" (ZDF)

Die dreifache Mutter Erika Gerlach ist verzweifelt, als sie erneut schwanger wird. Sie lässt das Kind heimlich abtreiben, was 1971 illegal ist. Der Eingriff misslingt und Erika kann nur durch eine Not-OP gerettet werden. Die Ehe gerät in eine Krise und sie verlässt mit ihren Kindern kurzentschlossen Mann, Haus und Hof für ein selbstbestimmtes Leben. Die großartige Anna Schudt spielt die verzweifelte Metzgersfrau, Christian Erdmann ihren konservativen Ehemann und Alwara Höwels die emanzipierte Schwester. Anhand der dramatischen, fiktionalen Geschichte zeig der aufwühlende Film den mühsamen Kampf der Frauen für Selbstbestimmung in den 70er Jahren - unaufgeregt, pointiert und sehr glaubhaft.

„Macht euch keine Sorgen“ (Das Erste)

Das Ehepaar Schenk erfährt vom LKA dass ihr kürzlich zum Islam konvertierte Sohn Jakob nicht im Sommerurlaub ist, sondern sich dem IS in Syrien angeschlossen hat. Sein Vater Stefan (Jörg Schüttauf) holt ihn nach einer abenteuerlichen Reise zurück nach Deutschland. Doch das Umfeld der Familie reagiert misstrauisch: Ist Jakob (Leonard Carow) ein Schläfer. Die Hauptrollen sind mit Leonard Carow, Jörg Schüttauf und Ulrike C. Tscharre erstklassig besetzt. Das mitreißende Familiendrama zeigt absolut realitätsnach, dass dieses Schicksal jede Familie treffen kann.

"Schöne heile Welt" (SWR/Arte)

Willi (Richy Müller) ist Mitte 50, lebt von Hartz IV und schlawinert sich durchs Leben. Als seine Nachbarin stirbt, vermietet er die fremde Wohnung an eine afrikanische Flüchtlingsfamilie. Den neuen Nachbarsjungen tauft Willi kurzerhand Franz, weil er den richtigen Namen nicht aussprechen kann. Obwohl die beiden kaum miteinander kommunizieren können, freunden sie sich langsam an und entdecken eine gemeinsame Leidenschaft: Das Eislaufen. Richy Müller und Jungtalent N´Tarila Kouka spielen lässig und äußerst unterhaltend den schnoddrigen Sozialschmarotzer und seinen afrikanischen Ziehsohn. Ein hochaktueller, einfühlsamer und sentimentaler Film der besonders in seinen komischen Momenten absolut sehenswert ist.