Greta Thunberg wird mit der GOLDENEN KAMERA 2019 ausgezeichnet

Greta Thunberg erhält den "Sonderpreis Klimaschutz" der GOLDENEN KAMERA 2019.
GOLDENE KAMERA 2019: Greta Thunberg im Interview
GOLDENE KAMERA 2019: Greta Thunberg im Interview

Musikalisch eingeläutet von einer bewegenden Performance des Songs "Wonderful World" von Lang Lang und Katie Melua übernahm Laudator Bully Herbig die Bühne, der sich in der Vergangenheit als großer Unterstützer der #fridaysforfuture-Bewegung hervortat und Greta Thunberg als vorbildhafte Personifikation für die entscheidende Frage sieht "Was kann ein einzelner schon tun".

Die Preisträgerin, die am Tag zuvor mit über 10.000 Unterstützern vor dem Brandenburger Tor demonstriert hat, bekam ihren Preis zu stehenden Ovationen von den deutschen Jugendaktivisten Franziska Wessel, Luisa Neubauer und Jakob Blasel überreicht. Nachdem sie ihren Preis den Beschützern des Hambacher Forstes widmete, beschwor die 16-Jährige die "seltsame Welt, in der sich mehr Menschen Gedanken darüber machen, ob Kinder zur Schule gehen, als über ihre eigene Zukunft." Verbunden mit einem bewegenden Appell: "Wir schaffen das nicht ohne Euch Prominente. Nutzt Eure Stimmen um der Welt zu vermitteln, dass unser Haus in Flammen steht!

"Greta Thunberg avancierte inn erhalb kürzester Zeit als Klima-Aktivistin zur Ikone einer neuen Jugend- und Protestbewegung. Jeden Freitag gehen inzwischen weltweit Hunderttausende Schüler und Studenten auf die Straße, um Politiker zum Handeln zu bewegen", so die Redaktion der GOLDENEN KAMERA. "Für Greta Thunberg gibt es kein vielleicht oder irgendwann, sondern nur ein JETZT. Sie zeigt, dass eine einzelne Stimme Gehör finden und etwas bewirken kann. Hartnäckig und bestimmt stellt sie ihre Forderungen in Bezug auf den Klimaschutz. Ihre Worte finden dabei rasante Verbreitung in den sozialen und klassischen Medien, ihre Mission täglich neue Unterstützer."

Greta Thunberg: Das Gesicht von "Fridays for Future"

Im Alter von acht Jahren wurde Greta Thunberg zum ersten Mal im Schulunterricht mit den Themen Klimawandel und Erderwärmung konfrontiert. Mit elf Jahren begann sie, sich vegan zu ernähren, Strom zu sparen und auf das Fliegen zu verzichten. Mit 15 Jahren, im August 2018, stand sie dann erstmals mit einem selbstgeschriebenen Pappschild vor dem Stockholmer Reichstag - 'Skolstrejk För Klimatet' (auf Deutsch: Schulstreik für den Klimawandel) stand darauf geschrieben.

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Seitdem steht die heute 16-jährige Greta Thunberg mit diesem Schild jeden Freitag dort. "Mein Gewissen lässt nicht zu, nicht zu handeln. Ich muss etwas tun - ansonsten kann ich nachts nicht schlafen", sagt die Schwedin in einem Interview mit dem ZDF. Ihre Forderung ist einfach: die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens.

International für Aufsehen sorgte sie im Dezember vergangenen Jahres: In einer dreiminütigen Rede kritisierte sie bei der UN-Klimakonferenz in Kattowitz die anwesenden Politiker und warf ihnen vor, nicht erwachsen genug zu sein, "um die Wahrheit zu sagen". Gleichzeitig ermutigte sie Schüler auf der ganzen Welt, ihrer Idee zu folgen und freitags die Schule zu schwänzen, um stattdessen für den Klimaschutz zu protestieren. Die weltweite Bewegung "Fridays for Future" war geboren.

Gerade erst wurde Greta Thunberg von zwei Zeitungen ihrer schwedischen Heimat zur "Frau des Jahres" gekürt. Zudem wurde sie für ihr Engagement für den Friedensnobelpreis nominiert. Am vergangenen Freitag gingen junge Menschen in über 120 Ländern der Erde bei dem bislang größten Streik in der Geschichte der noch jungen Organisation auf die Straße. Allein in Deutschland wurde in rund 200 Orten demonstriert.

Video-Highlights | GOLDENE KAMERA 2019
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