GOLDENE KAMERA 2019 für Anna Schudt

Für ihre Rolle im Emanzipationsdrama "Aufbruch in die Freiheit" setzte sich Anna Schudt in der Kategorie "Beste Schauspielerin" gegen Paula Beer und Rosalie Thomass durch und bekam von Laudatorin Maren Kroymann die GOLDENE KAMERA 2019 überreicht.
Preisträgerin Anna Schudt im Interview

Bei der ersten Preisvergabe des Abends hieß es Ladies first: Denn erstmals wurde die Kategorie "Beste Schauspielerin" von einer Frau präsentiert. Als Laudatorin betonte Kabarettistin Maren Kroymann, dass Schauspielerinnen endlich fachlich auf Augenhöhe wahrgenommen werden und schmunzelnd die große "Potenz", die alle drei nominierten Schauspielerinnen ihr Eigen nennen.

Preisträgerin Anna Schudt verbeugte sich ergriffen vor ihren beiden Co-Nominierten Paula Beer und Rosalie Thomass und bedankte sich in ihrer Dankesrede: "Ich bin so stolz auf diesen Film!", bevor sie ihrem Vater versprach: "Das nächste Mal spiele ich etwas Lustiges, Papa! Dieser Preis ist für alle Erika Gerlachs da draußen!"

GOLDENE KAMERA 2019: Anna Schudt ist die Beste Schauspielerin

Anna Schudt blickt auf ein triumphales TV-Jahr zurück. Die Konstanzerin konnte ihre Vielfalt in zahlreichen Stücken unter Beweis stellen, insbesondere im Emanzipationsdrama "Aufbruch in die Freiheit", der als "Bester Fernsehfilm" ebenfalls nominiert ist für die GOLDENE KAMERA 2019.

Jurybegründung

Die Jury sagt: "In dem Drama spielt sie eine Metzgersfrau, die in den 70ern auf der Suche nach mehr Selbstbestimmung ist. Fein nuanciert, dazu mit großer, uneitler Spielfreude verleiht Anna Schudt dieser Achterbahn der Gefühle bewundernswerte Authentizität."

Über Anna Schudt

Die 44-jährige Schauspielerin absolvierte mit 20 Jahren ihre Schauspielausbildung an der Otto Falckenberg Schule in München. Bereits ein Jahr vor ihrem Abschluss war sie zum ersten Mal mit einer Nebenrolle in Herbert Achternbuschs Satire "Ab nach Tibet" (1993) im Kino zu sehen. Danach folgten viele Jahre als erfolgreiche Theaterschauspielerin. Sie war Ensemblemitglied bei den Münchner Kammerspielen (1994-1999), bei der Schaubühne Berlin (1999-2001) und beim Bayerischen Staatsschauspiel München (2001-2006).

Ihr TV-Debüt gab sie bereits 1999 mit einer Nebenrolle in einer Episode von "Jets - Leben am Limit", einer Serie über das Leben von Jetpiloten. In ihrer erste große TV-Rolle in Diethard Klantes Ehedrama "Im Chaos der Gefühle" (2002) war sie als Geliebte von Edgar Selge zu sehen. Ihre erste größere Rolle als Filmschauspielerin erhielt sie in Christian Petzolds "Gespenster" (2004). Im selben Jahr war sie im Ludwigshafener "Tatort: Abgezockt" in einer starken Episodenrolle als verzweifelte Pflegerin zu sehen.

Große Bekanntheit erlangte sie als Co-Ermittlerin Anne Vogt in der ersten Staffel der ZDF-Serie "Der Kriminalist" (2006-2007) an der Seite von Christian Berkel und Frank Giering. Weil sie sich nicht auf eine Rolle festlegen lassen wollte, stieg sie allerdings nach der ersten Staffel wieder aus. Dennoch hat die 1974 in Konstanz geborene Schauspielerin einen Faible für Krimis: Es folgten Rollen in den Krimireihen "Kommissarin Lucas" (2006), "Unter Verdacht" (2006), "Der Alte" (2009), "Bella Block" (2011). Seit 2012 ermittelt sie lieber selbst und spielt an der Seite von Jörg Hartmann im Dortmunder "Tatort" die resolute Kommissarin Böhnisch.

Ihren bisher größten Filmerfolg feierte Anna Schudt im vergangenen Jahr. 2018 wurde sie für ihre Rolle als Kabarettistin Gaby Köster in der TV-Verfilmung von Kösters autobiografischem Buch "Ein Schnupfen hätte auch gereicht" (2017) mit dem International Emmy als beste Hauptdarstellerin geehrt.

Video-Highlights | GOLDENE KAMERA 2019