Geheimakte Sherlock: Die düsteren Fakten zur vierten Staffel

Wer sind Sherlocks neue Gegner? Welche Hauptfigur stirbt? Und: Wird die Serie fortgesetzt? Zum Start von Staffel 4 traf GOLDENE KAMERA Benedict Cumberbatch & Co. in London und erfuhr erstaunliche Details.

Ein Soziopath als Meisterdetektiv, sein treuer Freund, raffinierte Morde, geniale Schlussfolgerungen und brillante Bösewichter: Das sind die Erfolgszutaten der britischen Fernsehserie "Sherlock" mit Benedict Cumberbatch – und nun gibt’s endlich Nachschub von "Sherlock"!

Nachdem das Genie in der 3. Staffel seinen Erzfeind Moriarty und den Medienmogul Magnussen besiegte, nimmt er nun in drei neuen Episoden (4., 5. und 11. Juni, jeweils um 21.45 Uhr, Das Erste) den Kampf mit auf Drohnen befestigten Minen, seiner psychopathischen Schwester – und einem abstürzenden Flugzeug auf, das eine Stadt zu zerstören droht.

Deutscher Trailer zur 4. Staffel "Sherlock"

GOLDENE KAMERA traf die Hauptdarsteller Benedict Cumberbatch (40), Martin Freeman (45) und Amanda Abbington (43) sowie die Autoren Steven Moffat (55) und Mark Gatiss (50) zu Exklusiv-Interviews in London - und öffnet nun die "Geheimakte Sherlock".

Das ist neu in Staffel 4

Was erwartet die Zuschauer in der 4. Staffel, Herr Cumberbatch?

Benedict Cumberbatch: Düsternis, Emotionen und Action! In der 1. Folge der 4. Staffel kämpft Sherlock plötzlich mit allen Mitteln – und dazu zählen auch Stunts und Waffen. Inhaltlich geht’s in "Die sechs Thatchers" um die Unentrinnbarkeit des Schicksals. Einerseits basiert die Folge auf Arthur Conan Doyles Geschichte "Die sechs Napoleons" …

Mark Gatiss: … doch haben wir sie zusätzlich angelehnt an eine gruselige arabische Anekdote. Dieser Legende zufolge winkte der leibhaftige Tod mitten auf einem Marktplatz einem Diener in Bagdad zu, woraufhin der Mann umgehend zu Pferde nach Samarra entfloh. Als sich der Besitzer des Dieners daraufhin beschwerte, dass der Tod seinen Arbeiter verjagt habe, antwortete ihm der Sensenmann, er sei bloß überrascht gewesen, den Diener in Bagdad anzutreffen. Schließlich hätten die beiden noch am selben Abend eine Verabredung in Samarra!

Steven Moffat: Die 4. Staffel wird tatsächlich dunkler, bedrohlicher und emotionaler als alle vorherigen! Bislang war keine Staffel so düster! Zum Ausgleich haben wir aber jede Menge Witze eingebaut, die wir seit langem unterbringen wollten.

Warum stirbt Mary Watson?

Amanda Abbington: Jeder, der Arthur Conan Doyles Kurzgeschichten kennt, weiß, dass Mrs. Watson stirbt – und wir orientieren uns ja an diesen Vorlagen. Doch wie skurril Mary in unserer filmischen Umsetzung abtritt – und vor allem wo – das will ich jetzt noch nicht verraten!

Benedict Cumberbatch: Marys Todeszene zu drehen war alles andere als ein Sonntagsspaziergang. Im Gegenteil: Es war höchst emotional. Bei den Zuschauern wird die Todesszene bestimmt im wahrsten Sinne des Wortes "einschlagen"! Denn nachdem Familie Watson nach und nach immer größer wurde – erst wurde aus Eins Zwei und dann schließlich Drei – verliert Sherlocks bester Freund nun seine große Liebe. Zurück bleiben Watson und seine kleine Tochter Rosamund.

Martin Freeman: Mein Glück ist, dass ich Dr. Watson dreidimensional spielen darf: heroisch, humorvoll – und verletzlich. Zuerst ist Watson abgrundtief verbittert über Marys Tod, doch dann merkt er, dass seine verstorbene Frau in weiser Voraussicht einen Masterplan für seine weitere Zukunft – und somit auch für sein Überleben