Isaac Hempstead-Wright: "Die 7. Staffel von 'GoT' ist der Anfang vom Ende!"

Am 17. Juli startet die 7. Staffel von "Game of Thrones" (20.15 Uhr, Sky Atlantic HD). Wir trafen Davos-Darsteller Liam Cunningham und Bran-Darsteller Isaac Hempstead-Wright zum Interview.

In der 6. Staffel von "Game of Thrones" verlor Bran Stark seinen treuen Weggefährten Hodor - und damit nicht nur einen Freund, sondern auch sein Fortbewegungsmittel. Wie es nun mit Bran weitergeht, verrät Darsteller Isaac Hempstead-Wright im Interview.

Auch Liam Cunningham alias Ser Davos Seewert hat seine Gefährtin verloren - die teuflische Melisandre wurde von Jon Schnee am Ende der 6. Staffel verbannt. Er verrät im Interview, dass ihm ein Spin-off mit seiner Figur sehr gefallen würde.

Interview mit Liam Cunningham und Isaac Hempstead-Wright

Dürfen wir es wagen, etwas über die siebte Staffel zu fragen?

Liam: (lacht) Ja, aber ich kann nur sehr wenig verraten. Am Ende der sechsten Staffel marschierte die große Bedrohung aus dem Norden ein: der mächtige Nachtkönig mit seinen hundert tausend Armeen von fast unzerstörbaren Untoten - und die einzige Person, die davon weiß oder diese Bestien je gesehen hat, ist Jon Schnee. Die anderen beiden Machtpersonen in Westeros - Daenerys Targaryen und Cersei Lennister - tappen voll im Dunkeln. Dementsprechend steckt jetzt Westeros verdammt in der Klemme, und so startet die siebte Staffel. Der Lichtblick für meine Figur Davos Seewert ist es, dass er die teuflische Melisandre los geworden ist, auch wenn es ihm das Herz gebrochen hat. Sein neuer Boss ist jetzt Jon Schnee. Ich freue mich schon darauf, wie dieses Verhältnis sich weiter entwickeln wird.

2. Trailer zur 7. Staffel "GoT" (OmU)

Können Bran Starks Visionen als Dreiäugiger Rabe uns Aufschluss auf Staffel Sieben geben?

Isaac: Die sechste Staffel hat tragisch für Bran geendet, weil er Hodor verloren hat, der nicht nur sein Freund war, sondern auch sein Fortbewegungsmittel. Er hat auch seinen Schattenwolf Sommer nicht mehr. Jetzt ist er auf der Flucht, bevor er sein Training als Dreiäugiger Rabe vollenden konnte. Aber er weiß, wer Jon Schnees Eltern sind, was bedeutenden Einfluss auf die Geschichte haben könnte. Und er kennt den Ursprung der White Walkers, was sich als bahnbrechende Information für ihre Vernichtung entpuppen könnte.

Wie schon die sechste ist auch die siebte Staffel Fernseh-Neuland und so gut wie nicht auf die Bücher von George R.R. Martin basiert. Was hat Sie am meisten überrascht?

Liam: Dass die siebte Staffel nur sieben Folgen hat, statt wie sonst zehn. Das Drehen der sieben Folgen hat allerdings genauso lang gedauert wie die Dreharbeiten für die anderen Staffeln. Das bedeutet, dass die Folge in der neuen Staffel umfangreicher sein werden als je zuvor und diese mehr wie ein Kinofilm statt eine Fernsehserie wirken werden.

Issac: Die Handlung wird alle Staffeln miteinander verknüpfen. Die siebte Staffel ist der Anfang vom Ende, im wahrsten Sinne des Wortes. Fast täglich haben wir nicht nur mit einer Crew, sondern parallel mit einer weiteren Crew gedreht, weil es so viele massive Szenen zu drehen gab.

Liam: Richtig, die siebte Staffel hat unheimlich viel zu bieten. Es ist zwar gemein, dass ich die Fans damit necke, aber endlich werden die Dinge passieren, worauf sich die Fans schon seit der ersten Staffel freuen und worüber sie immer wieder geredet haben.

Apropos Endspurt: Wen würden Sie gerne am Ende auf dem Eisernen Thron sehen?

Isaac: Mein Traum-Team ist Stark-Schnee. Jon Schnee hat sich als guter Führer und Organisator erwiesen. Als eine Figur, mit der sich viele identifizieren können - genau wie Ned Stark, der Jon wie seinen eigenen Sohn aufgezogen hat. Und an seiner Seite würde ich gerne Sansa Stark sehen, die sich zu einer cleveren Diplomatin entwickelt hat - dank des Einflusses von Littlefinger. Arya Stark ist zur Ninja-Kämpferin geworden, und Bran Stark kann mit seinem Blick in die Vergangenheit und seinen Visionen Rat geben. Ich möchte also, dass alle vier den Thron gemeinsam besteigen.

Liam: Melisandre ist zwar nicht über den Weg zu trauen, aber in einem muss ich ihr Recht geben. Sie meinte, dass Samwell Tarly der beste Mann für den Thron sei, auch wenn das nie eintreffen wird. Mir gefällt diese Idee sehr, und ich hätte nichts dagegen, wenn Davos ihm zu dieser Position verhelfen würde (lacht). Laut George R.R. Martin wird das Finale "bittersüß" sein, was immer das auch heißen mag.

Haben Sie sich schon ein paar Requisiten reserviert, die Sie nach Drehende gerne haben möchten?

Liam: Ich habe schon ein paar kleine Dinge vom Set "befreit", um es mal so auszudrücken (lacht). Aber ich habe es mit Erlaubnis getan! Meine Tochter hat in ihrem Zimmer ein Regal, das sie "die geile Wand" nennt. Dort steht die kleine Hirschfigur, die Prinzessin Shireen Baratheon Davos gegeben hat. Ein Memento fehlt allerdings: der kleine Beutel mit Fingerknochen, die meine Figur bis zum Ende der zweiten Staffel um den Hals trug. Dieser Beutel ist spurlos verschwunden. Wenn ich diesen Beutel je auf eBay finde, werde ich den Verkäufer zur Schnecke machen (lacht).

Isaac: Meine Figur hatte mal einen Bogenschieß-Gürtel, der speziell von einem Schmied angefertigt wurde. Ich wollte diesen Gürtel gerne haben, aber leider habe ich eine Absage bekommen. Der Schmied war allerdings so nett, mir eine Kopie anzufertigen, die jetzt in meinem Besitzt ist. Wenn ich mir aber noch etwas aussuchen dürfte, würde ich den Eisernen Thron mit nach Hause nehmen. Ich habe meinen Namen schon auf die Liste gesetzt (lacht).

Bis jetzt haben Davos und Bran überlebt. Aber wer weiß, was die siebte Staffel bringt. Oder die achte und letzte. Wenn Sie es sich aussuchen könnten, welchen heldenhaften "Game of Thrones"-Tod wünschen Sie sich?

Liam: Ich wünsche mir, dass Davos weiterlebt und erst als alter Mann stirbt. Am Liebsten in seinem geliebten Dorne umgeben von wunderschönen Frauen und Karaffen voller Wein (lacht).

Isa