Serien-Event der Woche: "Gier - Rausch des Goldes"

In der französischen Thriller-Serie "Gier" (ab dem 15. Dezember, 20.15 Uhr, RTL Crime) macht ein Greenhorn Jagd auf Dschungel-Gold. Auch der Dreh in Südamerika war ziemlich aufregend.

Ab ins Straflager! Weil Vincent, Geologiestudent an einer Pariser Elite-Uni, die Geduld seiner Direktorin über Gebühr strapaziert hat, wird er dazu verdonnert, sein Praktikum in Französisch-Guyana zu machen. Das Überseedépartement, das zwischen Brasilien und Suriname liegt, war einst bekannt als "das größte Zuchthaus der Welt“: Von 1854 bis 1946 verbannte Frankreich Aussätzige und Straftäter nach Südamerika.

Trailer zu "Gier - Rausch des Goldes"

Darum geht's in der Serie "Gier"

Vincent soll für ein Bergbauunternehmen Messungen vornehmen. Schon bald lässt er sich auf illegale Machenschaften ein und wird in den ebenso lukrativen wie gefährlichen Kampf um das begehrte Edelmetall Gold verwickelt. In einer Bar begegnet der Student dem mächtigsten Mann im Dorf, Serra. Die beiden schließen einen Deal, um eine Schlucht im Dschungel zu untersuchen. Könnte dort die legendäre "Sarah Bernhard“-Goldmine liegen, nach der Glücksjäger schon seit 100 Jahren suchen?

Seiner Uni kann Vincent weiter erfolgreich vorgaukeln, im Dienste der Geologie unterwegs zu sein. Doch Serras rechter Hand, dem brachialen Louis, ist Vincent von Anfang an ein Dorn im Auge.

Hintergrund

Als eines ihrer Vorbilder nennen die Macher von "Gier“ die US-Serie "Breaking Bad“, in der ein braver Chemielehrer zum skrupellosen Kriminellen wird. "Auch Vincent tanzt auf dem Vulkan, aber er lernt schnell dazu“, sagt Hauptdarsteller Mathieu Spinosi über seine Figur. "Er glaubt alles zu wissen, ist geschickt und kann sich schnell anpassen. Und er macht eine erstaunliche Entwicklung durch, um zu überleben – auch wenn es bedeutet, dass er seine Seele verkaufen muss.“

Die spektakuläre Landschaft ist so etwas wie der zweite Hauptdarsteller der Serie. Mit Ausnahme der Eröffnungssequenz in Paris wurde der Achtteiler komplett in Französisch-Guyana gefilmt. "Ich fühlte mich wie ein Kind, es war ein großes Abenteuer“, sagt Spinosi über den fünfmonatigen Dreh. "Jeden Tag gab es für mich etwas Neues in der überwältigenden Natur zu entdecken. Ich hatte einen Skorpion in meinem Moskitonetz, habe aus Versehen ein Wespennest berührt, neben uns im Kanu einen Kaiman schwimmen sehen. Nachts wurde ich von Fledermäusen geweckt. Der Artenreichtum im Regenwald macht dich schon demütig.“

Doch so faszinierend der Dschungel auch sein mag, er stellte die Macher vor enorme logistische Probleme. Der in den Sümpfen gelegene Drehort war eigentlich nur mit dem Kanu zu erreichen. "Unsere größte Herausforderung war es, die Infrastruktur für eine so große Produktion heranzuschaffen, etwa Wohncontainer, Wasser, Nahrung. Die Ausrüstung musste mit dem Helikopter eingeflogen werden“, sagt Produzentin Bénédicte Lesage.

90 Prozent der Rollen wurden mit Einheimischen besetzt: Mit Kreolen, Maroons (Nachkommen geflohener Sklaven), Asiaten, Franzosen, Brasilianern – mit Laien und Profis. Sie spielen etwa die Schergen einer Kriminellen, die versuchen, das Goldgräbercamp mit Gewalt an sich zu reißen – und zwar so eindrucksvoll und respekteinflößend, dass bereits eine zweite Staffel in Arbeit ist.

GOKA-Wertung

Wer im TV-Programm nach unentdeckten Schätzen sucht, wird hier fündig.

Muss ich sehen, weil...

... "Gier" eine Mischung aus Abenteuer und Krimi in einem atemberaubendem Setting ist.

Für Fans von...

"Hooten & The Lady" (2016)

Charmebolzen gesucht: Wer wird der neue Magnum?

Für das Reboot der 80er-Jahre-Serie "Magnum" schlägt GOLDENE KAMERA fünf Stars vor – und erste Story-Ideen.
Mehr lesen