"The Big Bang Theory" im Doppelpack

Machen auch in der 11. Staffel eine gute Figur: Die "Big Bang Theory"-Helden Bernadette (Melissa Rausch, l.), Howard (Simon Helberg), Amy (Mayim Bialik), Sheldon (Jim Parsons), Leonard (Johnny Galecki), Penny (Kaley Cuoco) und Raj (Kunal Nayyar, r.)
Machen auch in der 11. Staffel eine gute Figur: Die "Big Bang Theory"-Helden Bernadette (Melissa Rausch, l.), Howard (Simon Helberg), Amy (Mayim Bialik), Sheldon (Jim Parsons), Leonard (Johnny Galecki), Penny (Kaley Cuoco) und Raj (Kunal Nayyar, r.)
Foto: © CBS
Die witzigste Serie der Welt geht weiter – und bekommt einen Ableger! Alles zur neuen Staffel von "The Big Bang Theory" und zum ebenfalls am 8. Januar auf ProSieben startenden Spin-off "Young Sheldon".

Es war der Moment, in dem Millionen Fans der Atem stockte – und der nicht wenige zu Tränen rührte: "Willst du mich heiraten?", fragte Sheldon, der vor Amy auf die Knie gegangen war. Doch noch bevor seine Angebetete antworten konnte – Abspann. Die Folge war zu Ende. Und damit auch die zehnte Staffel. "The Big Bang Theory", die wahrscheinlich witzigste Serie der Welt, ließ ihre Zuschauer mit einem schier ungeheuerlichen Cliffhanger zurück.

Was erwartet uns in Staffel 11 von "The Big Bang Theory"?

Wird Amy Ja sagen? Wie machen sich Howard und Bernadette als Eltern? Wie sieht es mit der Familienplanung bei Penny und Leonard aus? Wird Raj endlich glücklich? Und was hat Stephen Hawking mit Sheldons möglicher Verlobung zu tun? Mit dem Start der neuen, elften Staffel werden diese Fragen beantwortet – einige gleich in der ersten Episode. Ab dem 8. Januar zeigt ProSieben die neuen Folgen der Nerd-Serie immer montags um 20.15 Uhr.

Sneak Peek aus der ersten Folge der 11. "Big Bang Theory"-Staffel (OF)

Und es werden nicht die letzten sein: Im März wurde bereits Staffel 12 in Auftrag gegeben. Ob danach Schluss ist, dazu äußerte sich Produzent und Serien-Miterfinder Chuck Lorre in einem Interview reichlich doppeldeutig: "Man könnte leicht annehmen, dass dies das Ende der Serie sein wird, aber ich bin schon überrascht, dass wir so weit gekommen sind." Kelly Kahl, Präsident von CBS Entertainment Services, wurde da schon deutlicher: "Ich hoffe, wir haben die Serie so lange wie möglich, noch 20 Jahre“, sagte er dem Branchenblatt "The Hollywood Reporter".

Die Stars von "The Big Bang Theory": hilfsbereit und unternehmungslustig

Mit 255 Folgen ist "The Big Bang Theory" schon jetzt eine der erfolgreichsten Comedy-Serien überhaupt, aber auch eine ziemlich teure. Rund zehn Millionen Dollar kostet eine halbstündige Episode, ein Großteil des Geldes geht für die Gagen der Hauptdarsteller weg. Doch die verteilen sich in den beiden neuen Staffeln etwas anders als bisher: Kaley Cuoco (Penny), Jim Parsons (Sheldon), Johnny Galecki (Leonhard), Kunal Nayyar (Raj) und Simon Helberg (Howard) verdienten bislang eine Million pro Folge, verzichteten jetzt aber auf je 100 000 Dollar zugunsten von Melissa Rauch (Bernadette) und Mayium Bialik (Amy), die damit jeweils 450 000 Dollar bekommen. Ein schönes Zeichen der Verbundenheit der Schauspieler.

Kann es für sie noch ein Leben neben "TBBT" geben? Immerhin wird während der Drehzeit jeden Dienstag eine Folge in den Warner-Studios in Burbank nahe Los Angeles vor Livepublikum aufgezeichnet. Trotzdem haben sich einige der Darsteller weitere Jobs gesichert, allen voran Kaley Cuoco, die mit "The Flight Attendant" ihre eigene Miniserie realisiert. Johnny Galecki wird 2018 die Comedyserie "By the Book" produzieren. Darin geht es um einen Mann, der sich entschieden hat, streng nach der
Bibel zu leben.

Das "The Big Bang Theory"-Prequel: "Young Sheldon"

Jim Parsons dagegen bleibt seiner Rolle treu – allerdings nicht nur in "The Big Bang Theory". Er übernimmt den Part des Erzählers in der Serie "Young Sheldon", die ebenfalls jetzt bei ProSieben anläuft (ab 8. Januar immer montags um 20.45 Uhr).

Das Spin-off startet in einer texanischen Kleinstadt im Jahr 1989. Sheldon wechselt als Neunjähriger auf die Highschool, ausgerechnet in die Klasse seines großen Bruders George. Und die Frage "War Sheldon schon immer so?" wird spätestens dann beantwortet, wenn er der Lehrerin Verstöße seiner Mitschüler gegen die Schulordnung meldet.

Davon abgesehen hat das Prequel nicht viel mit "TBBT" gemein. Und das ist pure Absicht. "Wir halten uns natürlich an die Sheldon-Bibel und all die Dinge, die Sheldon über seine Kindheit offenbart hat", sagt Chuck Lorre, der auch die neue Serie schuf. "Ich wollte nie einfach nur den Erfolg einer Show ausschlachten. 'Young Sheldon' ist eine ganz neue Show.“ Stimmt: Die neue Serie wird mit nur einer Kamera gedreht und ohne Publikum. Und sie spielt an mehr Schauplätzen. Aber im Kern geht es um "ein junges Genie, das sich an eine neue Welt anpassen muss", so Lorre. Und natürlich darum, wie schwer das für seine Familie ist: "Albert Einsteins Schwester kann es auch nicht leicht gehabt haben", witzelt Lorre.

So wurde "Young Sheldon" Fernsehrealität

Die Idee zu "Young Sheldon" entstand vor einem Jahr bei einem Gespräch zwischen Lorre und Parsons. "Jim erzählte von seinem brillanten jungen Neffen in Texas. Und dann kamen wir wie von selbst darauf: Sheldon ist auch ein Genie und in Texas aufgewachsen." Gedreht wird auf zwei Drehbühnen, um Zeit zu sparen, als Showrunner wechselte Steven Molaro von "TBBT" zu "Young Sheldon". Und es gibt noch eine ganz besondere Verbindung zwischen den Serien: Sheldons Mutter. In "Big Bang" wird sie von Laurie Metcalf dargestellt, in "Young Sheldon" von ihrer Tochter Zoe Perry. "Ein schöner Zufall", sagt Chuck Lorre. "Ich kannte sie schon als kleines Kind, damals drehten wir mit Zoe 'Roseanne', und Laurie rannte am Set herum."

In den USA lief die erste Folge von "Young Sheldon" im September und wurde ein Riesenerfolg: Mit 17,2 Millionen Zuschauern war es der beste Start einer Comedy seit Jahren. Was auch an Iain Armitage liegen dürfte, der den jungen Sheldon spielt. Sein Geheimnis: Er hat einen ganz persönlichen Berater für seine Rolle: "Jim Parsons", sagt Chuck Lorre, "der weltbeste Schauspieltrainer für die Figur des Sheldon." Klar – wer könnte Armitage besser beibringen, Genie und Nervensäge zugleich zu sein?

Jubiläum beim "Bergdoktor": Dramatischer Einsatz in der 100. Folge

Zum Start der neuen Staffel wird die 100. Folge mit einem dramatischen Extra in Spielfilmlänge gefeiert.
Mehr lesen