Die Helden im Feierabend–TV

Endlich Feierabend: Füße hochlegen, sich aufs Sofa lümmeln, Glotze an. GOLDENE KAMERA verrät, auf welche Sendungen sich die Zuschauer im Vorabendprogramm besonders freuen.

Erst ein Mal abschalten, sich berieseln lassen. Nach getaner Arbeit lieben es die Deutschen, den Fernseher laufen zu lassen. Manchmal wird dabei etwas gekocht oder gebügelt. Nicht zu lang dürfen die Serien sein. Zum Glück ist für jeden Geschmack von Krimi über Seifenoper bis hin zur Arztserie etwas im Vorabendprogramm dabei. GOLDENE KAMERA verrät, wer die Helden im Feierabend-TV sind.

Ein wahrer Held im Vorabendprogramm hat allerdings weniger mit Feierabend, als mit einem gemütlichem Ausklingen des Wochenendes zu tun: Der GOLDENE KAMERA-Preisträger "Lindenstraße" (so., 18.50 Uhr, Das Erste) läuft seit 1985 erfolgreich am frühen Sonntag Abend und gilt als erste deutsche Seifenoper.

Mord und Totschlag zum Feierabend

Ganz vorne mit dabei ist auch die SOKO-Reihe: Von montags bis samstags findet sich täglich um 18 Uhr ein SOKO-Krimi im Vorabendprogramm des ZDF: montags: "SOKO München", dienstags: "SOKO Köln", mittwochs: "SOKO Wismar", donnerstags "SOKO Stuttgart", freitags: "SOKO Kitzbühel", samstags "SOKO Wien". Die Krimi-Reihe ist seit dem Original "SOKO 5113" von 1978 ein voller Erfolg, besonders die "SOKO Leipzig" hat eine so große Fangemeinde, dass sie im Hauptabendprogramm am Freitagabend um 21.15 Uhr läuft. Und der Erfolg der Reihe trägt neue Früchte: Derzeit wird eine neue "SOKO Hamburg" produziert.

Ein weiteres Format, das es ins Hauptabendprogramm schafft, ist "Hubert und Staller". Die 7. Staffel erreichte mit 2,53 Mio. einen Marktanteil von 9,8 %. Jetzt ist die erste Klappe für das 90-minütige Weihnachtsspecial "Hubert und Staller: Eine schöne Bescherung" gefallen.

Der erfolgreichste Serienableger

Am erfolgreichsten läuft im Ersten aber momentan der Serienableger "In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte". Die 3. Staffel hatte 2,33 Millionen Zuschauer und erreichte damit einen Marktanteil von 10,2 %. Das Original "In aller Freundschaft" ist 2017 mit 5,21 Millionen Zuschauer auf Platz 3 der meistgesehenen Serien im deutschen Fernsehen.

Auch das ZDF schreibt auf seiner Presseseite, dass die Vorabend-Serien seinen erfolgreichsten Programmsparten gehören. Hier finden sich 235 Erstsendungen mit einem Episodenbudget von 425.000 Euro für 45 Minuten.

Auch beliebt: Doku-Soaps

Sehr viel preisgünstiger in der Produktion, aber eine ernstzunehmende Konkurrenz für die Feierabendserien sind neben den Game-Shows die Doku-Soaps: Von "Achtung Kontrolle" (Kabel 1) über "Berlin – Tag und Nacht" (RTL2), "Köln 50667" (RTL 2) bis hin zu "Auf Streife – Die Spezialisten" (Sat.1) und "Die Ruhrpottwache" (Sat.1) oder "Hautnah: Die Tierklinik" läuten immer mehr Zuschauer den Feierabend mit einem Scripted-Reality-Format ein.

Aber egal, für welches Format sich der Zuschauer entscheidet, fest steht: Der Vorabend im Fernsehen kann sich sehen lassen.

Hier noch einmal alle Vorabendserien im Überblick:

Star der Woche: Daniel Donskoy als "Sankt Maik"

In seiner ersten Serienhauptrolle spielt Daniel Donskoy einen Gauner, der die Identität eines Priesters annimmt. Die Gemeinde ist begeistert von ihm - und sicherlich auch das RTL-Publikum.
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