Star der Woche: Daniel Donskoy als "Sankt Maik"

In seiner ersten Serienhauptrolle spielt Daniel Donskoy einen Gauner, der die Identität eines Priesters annimmt. Die Gemeinde ist begeistert von ihm - und sicherlich auch das RTL-Publikum.

Darum geht's in "Sankt Maik"

Seltsam blass sieht er aus nach all den Jahren in Afrika. Aber sonst denkt sich die Pfarrhaushälterin Maria (Susi Banzhaf) nichts, als sie den jungen, rot gelockten Herrn mit Turnschuhen unter der Soutane vom Bahnhof abholt. Was sie nicht ahnt: Statt des Geistlichen, der die vakante Stelle des Kirchenvorstands von Läuterberg antreten soll, hat Maria den Trickbetrüger Maik Schäfer (Daniel Donskoy) vor sich, der kurz zuvor im Zug dem echten Pfarrer seine Berufsbekleidung stibitzt hat, um nicht von der Polizei gefasst zu werden.

Daniel Donsky im Interview zu "Sankt Maik"

Für "Sankt Maik" wäre die Gemeinde ein perfekter Unterschlupf, zumal er mit einer wertvollen Monstranz seine Schulden begleichen könnte. Doch ohne Kenntnis von katholischen Sitten und Sakramenten wird sein neuer Job zu einem Spießrutenlauf – der Beginn einer turbulenten und witzigen Verwechslungskomödie in zehn Folgen (ab Dienstag, 23. Januar, 20.15 Uhr, RTL).

Mit "Sankt Maik" startet die neue deutsche Welle bei RTL. Am Dienstag liefen bisher US-Serien wie "Bones: Die Knochenjägerin" mit zuletzt mäßigem Erfolg, jetzt will der Sender neben dem Donnerstag einen zweiten Abend mit deutschen Eigenproduktionen etablieren. Am 30. Januar startet die Serie "Beck is Back" (21.15 Uhr) mit Bert Tischendorf. Es folgen "Jenny: Echt gerecht" mit Birte Hanusrichter in der Hauptrolle und "Lifelines" mit an Hartmann.

Erste Serienhauptrolle für Donskoy

Die Storys sind etwas schlicht gestrickt, mit der Besetzung haben die Macher allerdings ein glückliches Händchen bewiesen. Hauptdarsteller Daniel Donskoy ergatterte bei RTL seine erste Serienhauptrolle. "Maik glaubt, sich aus allem herauswinden zu können, aber hier gerät er stark an seine Grenzen", sagt Daniel Donskoy. "Ich bin selbst jüdisch und habe mit meiner Rolle auch mehr über den katholischen Glauben gelernt. In Berlin-Marzahn, wo ich aufgewachsen bin, stand keine der beiden Religionen im Mittelpunkt. Aber meine letzten sechs Schuljahre habe ich in Israel verbracht. Dort sieht man, was der Glaube positiv bewirken, aber auch auf politischer Ebene anrichten kann."

Der Wahl-Londoner Donskoy wurde in Moskau geboren und spielte bereits in der britischen Sitcom "Detectorists" einen Goldjäger sowie in dem Historiendrama "Victoria" den Zaren Alexander II. von Russland. Als charmanter Schwindler, der in der Provinz den Frauen den Kopf verdreht und Probleme mit dem Zölibat bekommt, wird er sicher auch beim Zuschauer punkten.

Dennoch liebt Donskoy den Typwechsel: "Ich habe meiner Agentin schon gesagt: Nächstes Jahr bitte fiese Nazis und Psychopathen!", berichtet er lachend. Die allerdings werden wohl nicht so schnell Titelfiguren in einer RTL-Serie werden.