Serien-Event der Woche: "Gone"

In der neuen Crime-Serie nehmen Spezialisten des FBI den Kampf mit Kidnappern auf. Die GOLDENE KAMERA traf Chris Noth, Leven Rambin und Danny Pino und verrät, warum diese Serie absolut sehenswert ist.

Die neue Action-Crime-Serie "Gone" (24. Januar, 20.15 Uhr, VOX) erzählt, wie ein Enführungsopfer sich ihren Dämonen stellt, um Menschen zu retten, denen ein ähnliches Schicksal droht wie ihr selbst. GOLDENE KAMERA sprach mit den Hauptdarstellern Chris Noth und Danny Pino.

Trailer & Interview "Gone"

Darum geht's in "Gone"

Als das FBI-Team das unscheinbare Haus des Kidnappers Mel Foster stürmt, weiß die elfjährige Beth sofort, was zu tun ist: Aufs Stichwort ihres bereits übermannten Entführers rennt sie in den Keller zu einem versteckten Computer und löscht alle Dateien – FBI-Agent Frank Novak schafft es nicht, sie dabei zu stoppen. Doch mit der Zeit gewinnt Novak das Vertrauen des Mädchens und spricht ihr Mut zu, sich an ihren realen Namen zu erinnern: Kit Lanigan.

15 Jahre nach ihrer dramatischen Befreiung bekommt Kit (Leven Rambin) in dem Studio, in dem sie jetzt Selbstverteidigungskurse gibt, Besuch von ihrem mittlerweile väterlichen Freund Novak (Chris Noth). Er muss den Fall der Mia Garcia lösen, die aus ihrer Schule in Maryland entführt wurde. Novak bittet Kit um Hilfe, schließlich wisse sie zu gut, was in dem Kopf eines Kidnappers vorgehe.

Hintergrund

Genau wie sich "Criminal Minds" ausnahmslos um Serientäter dreht, fahndet ein Spezialistenteam nun in "Gone" nach spurlos verschwundenen, auch erwachsenen Personen – natürlich nicht, ohne in heimtückische Fallen zu geraten und mit verblüffenden Twists konfrontiert zu werden.

Die Stars: "Sex and the City"-Ikone Chris Noth

Den Teamleiter Novak verkörpert Chris Noth, bekannt als Mr. Big aus "Sex and the City" und als Governor Florrick aus "Good Wife". Er freut sich über seinen neuen Job, auch wenn er wieder einen Mann mit Autorität spielt: "Die Rollenhäufung ist Zufall. Ich finde es eigentlich nicht besonders interessant, den "Tonangeber" zu spielen. Doch "Good Wife" habe ich gemocht, weil ich einen Politiker spielen durfte, der in Ungnade gefallen ist. Und hier bei "Gone" gefiel mir die Idee, dass Novak eine Gruppe von Menschen, die er einmal gerettet hat, zu einer ganz besonderen Agentenfamilie zusammentrommelt", sagt der 63-Jährige.

Leven Rambin aus "Die Tribute von Panem": Es war die kräftezehrendste Rolle

In einem mit smarter Fahndungstechnologie ausgestatteten Flugzeug reist das "Gone"-Team an Einsatzorte überall in den USA. Gedreht wurde aber in der einstigen Stahlarbeiterstadt Pittsburgh und Umgebung. Wie schon bei der Profiler- Serie "Mindhunter", die ebenfalls hier entstand, dient die Region als Kulisse für Orte in verschiedensten US-Bundesstaaten. Der viermonatige Dreh dort hat Hauptdarstellerin Leven Rambin ("Die Tribute von Panem – The Hunger Games") abgehärtet: "Nach dieser Staffel traue ich mir jetzt alles zu", sagt die 27-Jährige. "Es war meine kräftezehrendste Rolle bisher – mental, körperlich und emotional."

Buchvorlage und echte Entführungsopfer

Die Figur Kit Lanigan basiert auf dem Roman "K – Kidnapped" von Chelsea Cain, und wie das Buch beschreibt auch die Auftaktfolge, wie Kit auf dem Schießplatz und beim Kampfsport zum Ass heranreift, um sich ein Gefühl der Sicherheit zu verschaffen. Das will trainiert sein: Rambin nahm Unterricht in Krav Maga und Karate. Die Actionsequenz, in der sich Lanigan und ihr späterer Teamkollege John Bishop (Danny Pino) duellieren, wurde drei Wochen lang einstudiert.

Zur Vorbereitung traf sich Rambin auch mit einem realen Pendant ihrer Rolle: "Ich habe Alicia Kozakiewicz gesprochen, die mit 13 Jahren Opfer einer Entführung wurde. Sie hat Psychologie studiert und kämpft heute für den Schutz von Kindern gegen Onlineverbrechen", erzählt Rambin, die übrigens in der sechsten Folge auch mit einem eigenen Song zu hören ist. Glück für das Ensemble: Weil von Anfang an mit RTL aus Deutschland und TF1 aus Frankreich europäische Partner an Bord waren, wurden gleich zwölf Folgen in Auftrag gegeben, statt die Serie wie im US-TV üblich erst mit einem Piloten beim Sender vorzustellen.

GOKA-Wertung

Es bleibt bis zum Ende spannend: Im Laufe der Staffel stellt sich heraus, dass Kit Lanigans Entführer nicht im Alleingang gehandelt hat, sondern als Mittelsmann für ein immer noch aktives Netzwerk. Sie muss sich also intensiver mit ihrer dunklen Vergangenheit beschäftigen, als sie dachte.

Muss ich sehen, weil...

..."Gone" als action- und twistreicher Krimithriller überzeugt und die Backstorys der ermittelnden Charaktere noch für Überraschungen sorgen werden.

Für Fans von...

... den "CSI"-Serien und "Criminal Minds"

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