Die besten TV-Serien 2018

Fortsetzungen von TV-Hits und aufregende Neuheiten: In diesem Jahr starten viele deutsche Top-Serien. Mit Preisträgern der GOLDENEN KAMERA.

Nie zuvor wurden in Deutschland so viele starbesetzte, opulente Serien und Mehrteiler für den internationalen Markt produziert wie dieses Jahr. Nie war die Bandbreite ihrer Themen so groß: Da geht es um einen morphiumsüchtigen Kommissar im Berlin der 20er-Jahre. Um eine junge U-Boot-Besatzung, die 1942 auf gefährliche Feindfahrt geht. Um eine traditionelle Berliner Tanzschule, die von der eiskalten Chefin 1959 ins TV-Zeitalter geführt wird. Und um eine Polizeibeamtin von heute, die Tag für Tag die Aussagen von Verbrechern protokolliert. Genauer um die historische Krimiserie "Babylon Berlin" (Das Erste), das Kriegsdrama "Das Boot" (Sky), den Dreiteiler "Ku’damm 59" und die Krimireihe "Die Protokollantin" (beide ZDF). Alle vier Produktionen werden schon 2018 zu sehen sein.

Und die Produzenten haben weitere hochwertige "Ware" in der Pipeline: etwa die schwarzhumorige Miniserie "Arthurs Gesetz" (TNT Comedy), in der Jan Josef Liefers Martina Gedeck nach dem Leben trachtet. Eine moderne Version des Bestsellers "Das Parfum" (ZDF Neo), inszeniert als Mordserie am Niederrhein. Oder Staffel 4 des deutsch-deutschen Familienepos "Weissensee" (Das Erste) mit einem großartigen Ensemble um GOLDENE KAMERA-Preisträger Jörg Hartmann.

Trailer "Arthurs Gesetz"

Anspruchsvolle Unterhaltung

Nach Jahren, in denen seichte Formate wie Gerichtsshows, Telenovelas und Realitydramen dominierten, investieren die TV-Macher endlich wieder in anspruchsvolle Angebote. Auch für 2019 und 2020 planen sie eine Fülle vielversprechender Projekte: etwa eine Thrillerreihe zum Bestseller "Der Name der Rose" mit Sebastian Koch, die Fortsetzung der Klinikserie "Charité" (Das Erste), ein Remake des Klassikers "M – eine Stadt sucht einen Mörder" (RTL Crime) oder eine Miniserie zum Drogendrama "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo".

Warum sind gerade Serien auf dem Siegeszug? Oscar-Preisträger Michael Haneke ("Liebe"), der mit "Kelwins Buch" selbst einen Zehnteiler über Jugendliche der Zukunft plant, meint: "Anspruchsvolle Autoren und Regisseure sind zurück zum TV gekommen, weil die immer teureren Kino-Blockbuster das intellektuelle Niveau senken müssen, um die nötigen Zuschauerzahlen zu erreichen." Ein Trend, von dem TV-Zuschauer nun profitieren.