Serien-Event der Woche: "The Terror"

Totale Isolation, eisige Kälte: Am Ende der Welt kämpfen Schiffbrüchige um ihr Überleben. Die Verfilmung des Dan Simmons-Bestsellers lässt die Zuschauer eiskalt erschaudern.

Dank des Deals von Amazon Prime und dem US-Sender AMC dürfen sich die deutschen Zuschauer auf feinste neue Serienkost freuen. Den Auftakt macht der Streamingdienst mit der Horror-Serie "The Terror", ab dem 26. März steht wöchentlich montags eine neue Folge zum Streaming bereit.

Trailer "The Terror"

Darum geht's in "The Terror"

Zwei britische Schiffsmannschaften wagen eine außergewöhnliche Expedition: Die HMS Erebus und die HMS Terror wollen auf der Suche nach der Nordwestpassage die Arktis durchqueren. Doch eisige Kälte und schwindende Ressourcen rauben ihnen zunehmend die Hoffnung, heil nach Hause zu kommen. Ein Unglück jagt das nächste. Ein Mann fällt über Bord und stirbt sofort im Eiswasser, die Bootsschraube der Erebus verhakt sich im Eis. Obwohl ein Taucher sie befreit, kann das Schiff fortan nur noch mit halber Kraft weiter fahren.

Während der Kapitän der HMS Terror Francis Crozier (Jarred Harris) den sicheren Umweg außerhalb vom Packeis bevorzugen würde, setzt sich der Kapitän der HMS Erebus und Kommandeur der Expedition Sir John Franklin (Ciarán Hinds) trotz der zunehmend schlechten Witterung durch und rückt nicht vom ursprünglichem Plan ab. Eine fatale Fehlentscheidung. Denn schon eine knappe Woche später stecken die beiden Schiffe im Eis fest.

Die Lage spitz sich zu. Schwindsucht, Skorbut und rätselhafte Erscheinungen lassen die Mannschaft zittern: " Diese Welt will unseren Tod!"

Hintergrund

Die Serie beruht auf den gleichnamigen Bestseller von Dan Simmons, der sich wiederum von der wahren Arktis-Expedition von Sir John Franklin inspirieren lies. Franklin versuchte von 1845 bis 1848 den kürzesten Wasserweg zwischen Europa und Asien zu finden und scheiterte dabei kläglich. Die Expeditionsschiffe HMS Erebus und HMS Terror verschwanden spurlos und wurden erst 2014 und 2016, also knapp 170 Jahre nach dem Untergang sehr gut erhalten wieder entdeckt.

Lediglich vier Crewmitglieder überlebten den Weg zurück nach England. Was mit dem Rest der 133 Personen starken Besatzung passiert ist, bleibt bis heute ein Geheimnis, um das sich viele Spekulationen, wie auch Kannibalismus ranken. Weitere Todesursachen können extreme Kälte, Hunger, Skorbut und möglicherweise Bleivergiftungen durch verlötete Konservendosen gewesen sein.

Für die Serienproduktion und die Inszenierung haben sich die Meister des Gruselns verpflichten lassen: Ridley Scott ("Alien: Covenant"), David W. Zucker ("The Man in the High Castle"), Guymon Cassady ("Game of Thrones"), David Kaiganich ("True Story") und Soo Hugh ("The Killing") setzen ihr Wissen ein.

Schauspieler Jarred Harris, der den Kapitän der HMS Terrror spielt, sieht man derzeit auch als König George VI in der Netflix-Serie "The Crown", außerdem stand er schon neben Brad Pitt und Marion Cotillard in "Allied – Vertraute Fremde" vor der Kamera. Für das Studio AMC ("The Walking Dead") war er bereits für die Serie "Mad Men" im Einsatz. Im Sommer wird er zudem in "Carnival Row" einem weiteren Prime Original zu sehen sein.

GOKA-Wertung

Besonders spannend wird es inhaltlich, wenn das Machtgerangel der beiden Kaptiäne entflammt: Jarred Harris und Ciarán Hinds (Julius Cäsar aus der HBO-Serie "Rom") überzeugen so sehr, dass man vor allem letzteren mit seiner herablassenden Arroganz packen und schütteln möchte.

Doch der wahre Schauer liegt in den Naturaufnahmen. Dunkle Bilder im Kontrast mit dem hellen Eis, Finsternis und Isolation lassen einen düstereren Nervenkitzel mit wunderschönen Landschaftsaufnahmen entstehen.

Auch wenn sich die Horrorelemente der Serie nur langsam steigern, so lassen das rote Blut im Kontrast zum weißen Schnee und die vielen lautlosen Szenen, sowie die rätselhaften Erscheinungen einem vor Spannung den Atem stocken.

Muss ich sehen, weil...

...hier erst der Begriff vom "Ewigen Eis" zum Leben erweckt wird.

Für Fans von...

...der "Alien"-Reihe und "Ghost Ship" (2002)

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