Thrillerserie "Deep State": Ein Spion in der Falle

Wie die neue Spionage-Thrillerserie "Deep State" mit Mark Strong mit großen Genrevorbildern wie "Syriana" mithalten will.

Die smarte wie wendungsreiche Thrillerserie "Deep State" (ab dem 10. April, 21.00 Uhr, Fox) mit Mark Strong ("Dame, König, As, Spion") und gut dosierter Action schildert, wie aus dem Chaos im Nahen Osten Profit geschlagen wird. Der Serientitel basiert auf dem englischen Begriff für den "Staat im Staate", hinter dem der Gedanke steht, dass einflussreiche Bürokraten ihre eigene geheime Agenda verfolgen und sich gegenüber einer Regierung nur eingeschränkt loyal verhalten.

Darum geht's in "Deep State"

Max Easton (Mark Strong) hat in einer Wohnung am (fiktiven) Petro Trad Square in Libanons Hauptstadt Beirut gerade die Waffe aus seiner Sporttasche genommen und will sich am Fenster in Stellung bringen, als das Smartphone klingelt. Seine verstörte Gattin Anna (Lyne Renee), die Mutter seiner zwei Töchter, sitzt im wunderschönen Familienhaus in den Pyrenäen am Esstisch und will ihn zur Rede stellen: Vor ihr steht der Laptop mit einem Geständnisvideo ihres Mannes, das sie entdeckt hat. Aus ihm erfuhr Anna, dass Max eine große Agenten-Vergangenheit hat.

Was sie nicht weiß: Er hat auch einen erwachsenen Sohn, der angeblich vom Anführer einer MI6/CIA-Zelle getötet wurde. Um den Tod zu rächen, ist Max in den aktiven Dienst zurückgekehrt. Er erhält den Auftrag, die Zelle auszuschalten. Doch nichts ist, wie es scheint – und Agent Max Easton wird in eine Verschwörung von Regierungen um einen riesigen Wirtschaftsdeal verstrickt.

Hintergrund

Inspiriert wurde Showrunner Matthew Parkhill vom Politthriller "Syriana" (2005) mit George Clooney und einem Zeitungsartikel über eine Baufirma, die am Irakkrieg 39,5 Milliarden US-Dollar verdiente. Der für Spionagerollen prädestinierte Hauptdarsteller Mark Strong kehrte nach über zehn Jahren zum TV zurück. Auch wegen des Anspruchs dieses Achtteilers: "Die Serie beginnt auf zwei Zeitebenen. Sie spielt in Teheran, Beirut, London und Frankreich, es wird französisch und arabisch gesprochen und entsprechend untertitelt", sagt Strong. "Das verleiht allem eine exotische Atmosphäre. Vor allem aber hat mich das Skript nicht losgelassen, ich hatte nicht das Gefühl, dass ich mit traditioneller Fernsehkost gefüttert werde", fügt der Schauspieler hinzu.

Als Max Easton schreckt Strong auch vor Folter nicht zurück. Ein dreckiger James Bond, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Eine zweite Staffel ist bereits bestellt.

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