Thrillerserie "Hard Sun": Mord, Verschwörung, Weltuntergang

In der britischen Topserie "Hard Sun" erfahren zwei Ermittler vom Weltuntergang und werden gnadenlos gejagt.

Was geschieht auf der Erde, wenn diese in wenigen Jahren untergehen wird? Wie verhalten sich die Menschen kurz vor der Apokalypse? Brechen Anarchie und Chaos aus? Fragen wie diese schweben bedrohlich über der faszinierenden britischen Miniserie "Hard Sun" (drei Folgen in Spielfilmlänge, ab Montag, dem 16. April, 22.15 Uhr, ZDF). Alle drei Teile von "Hard Sun" stehen bereits ab Montag, dem 9. April 2018, 22.15 Uhr, unter hardsun.zdf.de in der ZDFmediathek zum Abruf bereit, aus Gründen des Jugendschutzes jedoch nur in der Zeit von 22.00 Uhr bis 6.00 Uhr.

Trailer zu "Hard Sun"

Darum geht's in "Hard Sun"

Zu Beginn sieht alles nach einem klassischen, wenn auch mysteriösen Kriminalfall aus: Die Londoner Polizisten Charlie Hicks (Jim Sturgess) und Elaine Renko (Agyness Deyn) müssen den Tod eines Computer-Hackers aufklären, der offenbar aus dem 15. Stock eines Hochhauses in die Themse gesprungen ist. War es wirklich Selbstmord? Einiges spricht dagegen.

Während ihrer Ermittlungen fällt Hicks und Renko durch Zufall ein USB-Stick in die Hände. Dieser enthält verstörende Informationen: Ein kosmisches Ereignis wird in fünf Jahren eine gewaltige Katastrophe auslösen, die Erde unbewohnbar machen. Der britische Geheimdienst MI5 versucht, diese Erkenntnis vor der Öffentlichkeit geheim zu halten und verfolgt gnadenlos jeden, der etwas wissen könnte. Dabei ordnet MI5-Agentin Grace Morrigan (Nikki Amuka-Bird) auch gezielte Tötungen an – Hicks und Renko sind in größter Gefahr!

Hintergrund

Das Drehbuch zu "Hard Sun" schrieb der Engländer Neil Cross, von dem unter anderem auch die düstere Krimiserie "Luther" mit Idris Elba stammt. Die Idee hatte Cross, als er zu Hause beim Aufräumen seines Bücherregals den Song "Five Years" von David Bowie aus dem Jahr 1972 hörte. "Das ist ein Lied über das nahe Ende der Welt, in dem es auch um den Zauber des Alltäglichen geht", sagt Cross. "Um Dinge, die wir oft nicht genug wertschätzen. Dadurch wird der Song nicht düster, sondern durchaus optimistisch. Diesen Geist wollte ich mit der Serie transportieren."

Actionszenen in Hülle und Fülle!

Immer wieder müssen sich die beiden Polizisten ihren Verfolgern stellen und liefern sich auch untereinander Schlägereien. "Einige im Team haben wohl gedacht, dass ich keine harten Schläge austeilen kann", sagt Agyness Deyn, die bis vor zehn Jahren eines der begehrtesten Models der Welt war und seitdem als Schauspielerin arbeitet. "Aber ich habe schon als Kind Karate gemacht und mich auf diese Rolle mit der israelischen Kampfkunst Krav Maga vorbereitet. Ich habe viele Stunt-Szenen selber gemacht – und habe es geliebt!" Leidtragender war ihr Kollege Jim Sturgess, dem sie gleich an einem der ersten Drehtage aus Versehen die Nase blutig schlug.

16 Wochen lang wurde an Originalschauplätzen in London gedreht, ein gewaltiger logistischer Aufwand in der Metropole. Aber er hat sich gelohnt: So aufregend wurde London im Fernsehen schon lange nicht mehr in Szene gesetzt. Vielleicht kehrt das Team ja bald für eine zweite Staffel zurück in die Stadt: "Warum nicht?", sagt Serienautor Neil Cross. "Material gibt es genug – wir haben ja schließlich fünf Jahre Zeit bis zum Weltuntergang."

Wien sucht einen Mörder

Regisseur David Schalko am Set in Wien mit Einsatzleiter (Murathan Muslu, 2.v.l.), Profiler (Garbiel Barylli, 2.v.r.).
Regisseur David Schalko am Set in Wien mit Einsatzleiter (Murathan Muslu, 2.v.l.), Profiler (Garbiel Barylli, 2.v.r.).
Foto: MG RTL D
David Schalkos "Coverversion" des Film-Klassikers "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" ist fast abgedreht in Wien. Die Koproduktion von ORF und RTL Crime wird vorrausichtlich Anfang des nächsten Jahre zu sehen sein und soll es qualitativ mit Eigenproduktionen von Netflix oder Amazon aufnehmen können.
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