Die "Jerks"-Stars Yardim und Ulmen über wüste Drehs und Kollegen

Die Chaoten sind zurück! Fahri Yardim und Kumpel Christian Ulmen suhlen sich in zehn neuen Folgen "Jerks" (ab dem 8. Mai, 22.15 Uhr, ProSieben) wieder in Fremdschäm-Situationen.

Ob als Flüchtlingshelfer, bei einem Dinner mit Freunden oder bei den Eltern in der Provinz: Bei Christian und Fahri endet jede Alltagssituation zielgenau in einer geschmacklos-komischen Katastrophe. Wir trafen die beiden "Jerks"-Stars zum Interview.

Trailer zur 2. Staffel "Jerks"

Fahri Yardim und Christian Ulmen im Interview zur 2. Staffel "Jerks"

Cool, dass es weitergeht! Der Cliffhanger vom Ende der ersten Staffel aber wird nicht mehr aufgegriffen, oder? Hochzeit ist kein Thema mehr?

CHRISTIAN ULMEN: Stimmt, stattdessen gibt's einen One-Night-Stand.

FAHRI YARDIM: Im Angesicht der großen Liebe flieht manch einer ganz gerne mal in fremde Betten. Christian zum Beispiel.

Manche Schauspieler und Prominente dürfen sich in "Jerks" selbst spielen, andere wiederum nicht. Andreas Pietschmann durfte zum Beispiel nicht.

YARDIM: Er ist nun mal kein Prominenter, sondern "nur" Schauspieler.

Wie reagieren diese Schauspieler, wenn Sie auf sie zugehen und sagen, Mina Tander darf Mina Tander spielen, aber sorry, Andreas Pietschmann, du bist nicht bekannt genug?

YARDIM: Pietsche hat kurz geweint, aber was sollen wir machen, es ist die bittere Wahrheit.

ULMEN: Na ja, Pietschmann war ein Grenzfall, weil man ihn natürlich kennt. Wir haben in der Produktion auch lange diskutiert, ob wir ihn besetzen können für eine andere Figur als ihn selbst. Es war aber so, dass ich ihn mir beim Schreiben der Bücher bereits vorgestellt hatte. Das konnte in meinem Kopf kein anderer spielen.

Haben sich auch Promis selbst für die zweite Staffel beworben?

ULMEN: Unfassbar viele. Kein Witz! Aber man kann das nicht für jemanden maßschneidern. Es gibt erst die Idee, und dann guckt man, wer passt.

YARDIM: Ich bin ja ein echter Promifreund, Christian ist skeptischer. Er glaubt immer noch an so ausgelutschte Dinge wie Talent.

ULMEN: Einmal gab es von einer Prominenten nach der Lektüre der Bücher auch wieder einen Rückzieher, nach dem Motto "Ach so fühlt sich das an, wenn man die Hosen runterlässt". Wenn es darum geht, sich über sich selbst lustig zu machen, was wirklich schmerzhaft sein kann, ziehen es die meisten vor, eine niedliche Parodie ihrer selbst zu spielen.

Wie war das bei Andreas Bourani?

ULMEN: Er hat förmlich gebettelt, dass er bei uns mitspielen darf.

YARDIM: Er hat extra ein Lied geschrieben.

ULMEN: "Ich bin ein Jerk wie du. Komm, nimm mich mit."

Ist es noch mal eine Nummer peinlicher, in Potsdam zu drehen, an dem Ort also, wo Sie tatsächlich leben, Herr Ulmen?

ULMEN: Ja, das ist so. Auch wegen der Leute in den Häusern, in denen du drehst. Die stellen ihr Anwesen zur Verfügung und sehen dann im Fernsehen, dass in ihrem Wohnzimmer onaniert oder Heroin gespritzt wurde. Und weil du in der Nähe wohnst, kann es passieren, dass du denen am nächsten Tag wieder auf der Straße begegnest.

Könnten Sie sich vorstellen, in Potsdam zu leben, Herr Yardim?

YARDIM: Natürlich! Bei Günni (Günther Jauch, Anm. d. Red.) und Chrischi würde ich mich sehr gerne dazwischenkuscheln. Da findet noch das wahre Leben statt. Die Vielfalt der Am-Boden-Gebliebenen, hier findest du echtes Menschsein.

ULMEN: Das ist tatsächlich so! Wenn Sie zum Schlaatz fahren, wo die ganzen Plattenbauten stehen und mein Sohn lange zur Schule ging, und dann zum Heiligen See mit seinen Villen, haben Sie in Potsdam wirklich eine große Bandbreite an Lebensformen.

YARDIM: Aber man muss dazusagen, wenn Christian über Potsdam spricht, hat er immer den Wert seiner eigenen Immobilie im Sinn. Ich hingegen finde Pankow toll. Völlig selbstlos! Pankow ist der Stadtteil, der kommt!

Haben Sie sich tatsächlich als Kinder beim Judo in Harburg kennengelernt?

ULMEN: Noch früher: Wir waren im WWF-Panda-Club in Rahlstedt zusammen! Fahri ist immer von Harburg dorthin gekommen. Wir haben Uferbepflanzungen gemacht an der Rahlau oder Vogelkästen gebaut.

YARDIM: Später waren wir auch zusammen im Judoklub. Nur haben wir uns danach aus den Augen verloren, daher ist es leider keine "never-ending" Freundschafts-Story.

ULMEN: Keine "never interrupting friendship", aber "never-ending" ist es schon.

YARDIM: Ab und zu in fremden Betten und trotzdem "best friends forever"!