Erfolgsformel SOKO

Für die ZDF-Krimireihe wird nun auch in Potsdam ermittelt. Damit hat sie neun Standorte. Was macht sie so beliebt?

Die SOKO-Familie bekommt schon wieder Verstärkung: Am 24. September gehen zwei neue Kriminalhauptkommissarinnen an den Start: Luna Kunath (Caroline Erikson) und Sophie Pohlmann (Katrin Jaehne). Ihr Revier liegt in Potsdam. Die beiden sind seit frühester Kindheit unzertrennlich, aber sehr verschieden. Kunath ist Single und ermittelt gern mit unkonventionellen Methoden, Pohlmann, Ehefrau und Mutter, agiert im Dienst ruhiger und zurückhaltender. Sechs Fälle soll das dynamische Duo nun erst mal lösen: In Folge 1 ("Saubere Geschäfte", 24. September, 18 Uhr im ZDF) wird ein Mann in einer Autowaschanlage ermordet, in weiteren geht es unter anderem um Morde an Forellenzüchtern und Fußballtrainern.

Auch die anderen SOKO-Teams geben Vollgas: 111 neue Folgen laufen in den kommenden Wochen. Pressesprecherin Regina Henrich-Dieler erklärt: "Es ist seit Jahren üblich, dass die neuen Staffeln der 18-Uhr-Leiste in einer einzigen Herbst- woche starten." Ab dem 25.9. geht "SOKO Köln" 25-mal auf Mörderjagd, am 26.9. folgt "SOKO Wismar" mit 27 Episoden, am 27.9. "SOKO Stuttgart" mit 25 Einsätzen, am 28.9. "SOKO Wien" mit 28 Fällen. Ab Anfang November gibt es zudem 19 neue Folgen von "SOKO München".

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Fast jeder Tag ist ein SOKO-Tag

Angesichts dieser Fülle sprechen einige Kritiker schon von einer "SOKOfizierung des ZDF". Die Zuschauer aber lieben die Vorabendreihe: "Unsere SOKOs erreichen auf dem Sendeplatz um 18 Uhr bis zu 4,5 Millionen Zuschauer", sagt Pressesprecherin Lisa Miller. Zum Erfolg trägt sicher bei, dass jedes SOKO-Team seinen eigenen Einsatztag hat: Die neuen aus Potsdam sind etwa montags dran, die Kölner dienstags, die Wiener freitags. "Momentan besteht die SOKO-Marke aus neun Mitgliedern", so Lisa Miller. "München, Kitzbühel und Wien wechseln sich immer ab. Die Hamburg-Staffel lief schon im Frühjahr. Die 'SOKO Leipzig' wanderte wegen ihres Erfolgs bereits 2003 auf den Freitagabend."

Was macht den Reiz der Reihe noch aus? Sie bietet echte Typen – etwa skurrile Amateurdetektive wie jenen Sternekoch, der den Kitzbüheler Kommissaren das Leben schwer macht. Sie setzt auf Specials – wie etwa jenen Fall, in dem die "SOKO Leipzig" mit Kollegen aus der britischen Serie "The Bill" fahndete. Und sie experimentiert mit sogenannten "Crossover"-Fällen, in denen mehrere SOKO-Teams zusammenarbeiten. Wie 2013 Köln, Leipzig, Stuttgart, Wismar und München in "SOKO: Der Prozess".

Gibt es bald noch mehr SOKOs? "Nein!", sagt Lisa Miller. "Weitere Einsatzorte sind derzeit nicht geplant."