Jagd nach dem Bösen: Neue Krimireihe "Die purpurnen Flüsse"

In der Miniserie "Die purpurnen Flüsse" wird Großstadt-Cop Niémans und seine Kollegin in vier Episoden mit neuen, äußerst bizarren und mysteriösen Mordfällen konfrontiert.

Der französische Ermittler Pierre Niémans (Olivier Marchal) und seine neue Partnerin Camille Delaunay (Erika Sainte) vom Zentralbüro für Gewaltverbrechen werden in vier Episoden quer durch Frankreich geschickt, um grausame Kriminalfälle von sadistischen Mördern aufzuklären. Jeder Fall hat eine mystische Anmutung - basierend auf regionalen Mythen oder vergessenen Bräuchen.

Darum geht's in "Die purpurnen Flüsse"

In der bretonischen Provinz stirbt ein Mönch und früherer Polizist unter mysteriösen Umständen. In seiner linken Handfläche hatte er eine Tätowierung, die durch Brandwunden zerstört ist. Kommissar Niémans, ein ehemaliger Kollege des Ermordeten, nimmt die Ermittlungen auf.

Gemeinsam mit seiner Kollegin Camille Delaunay befragt Niémans die Klosterbrüder, allen voran Pater Anselme (François Levantal), der dem Kloster vorsteht. Dabei erfährt er, dass die Glaubensbrüder sich auf die Musikwissenschaft und frühe mittelalterliche Schriften zu diesem Thema spezialisiert haben. Schon bald finden die Ermittler heraus, dass die Tätowierung des Toten in Zusammenhang mit diesen Forschungen steht. Dann wird ein zweiter Mönch tot aufgefunden. Und auch er trägt ein Tattoo in der Handfläche, das durch Brandspuren zerstört wurde.

Vier abgeschlossene Episoden

So die Auftaktfolge "Melodie des Todes" (5. November, 22.15 Uhr, ZDF). Im zweiten Fall "Tag der Asche" (12. November, 22.15 Uhr, ZDF) werden Niémans und Delauney während der Weinernte mit einem mysteriösen Mord konfrontiert. Delauney schleust sich undercover in die Sekte ein. Doch dann geschieht ein weiterer Mord und sie schwebt in großer Gefahr.

Eine abgetrennte Kinderhand führt die Polizisten in "Kreuzzug der Kinder" (26. November, 22.15 Uhr) in ein altes Waisenhaus, in dem sich einst Schreckliches ereignete. Eine Serie an Frauenmorden gibt zudem Rätsel auf. Gibt es eine Verbindung zwischen der abgetrennten Kinderhand und der Serie an Frauenmorden?

"Die letzte Jagd" schließt die Reihe am 3. Dezember ab. Im Grenzgebiet zwischen Frankreich und Deutschland bekommen es die Ermittler mit einer deutschen Adelsfamilie zu tun, dessen Familienerbe Jürgen während einer Jagd selbst zum Opfer wird. Einige seiner Organe wurden entfernt und der Kopf wenige Meter neben dem Körper platziert.

Für diesen Fall wird ihnen der deutschen Kripo-Mann Kleinert zur Seite gestellt, der von Ken Duken verkörpert wird. Außerdem ist Nora Waldstätten als zwielichtige Gräfin Laura von Geyersberg mit von der Partie, die als Femme fatale versucht, Kommissar Niémans um den Finger zu wickeln.

Alle vier Episoden gibt es ab dem 5. November in der ZDF-Mediathek auf Abruf.

Hintergrund

Die vier Episoden in Spielfilmlänge basieren auf den Drehbüchern von Bestsellerautor Jean-Christophe Grangé. Sie bauen auf seinem berühmtesten Roman "Die purpurnen Flüsse" auf, der bereits im Jahr 2000 verfilmt wurde. Dem Stil des Romans folgend, bietet jede Ermittlung eine Gelegenheit, einen Aspekt französischer Geschichte oder in der lokalen Kultur verankerte Weltanschauungen zu entdecken.

GOKA-Wertung

Die mysteriösen Fälle ziehen den Zuschauer trotz einiger Klischees in den Bann. Als perfekte Besetzung für die Rolle des spröden Ermittlers, den Jean Reno im Kino verkörperte, erweist sich Olivier Marchal. Kein Wunder: Er war früher selbst Polizist.