Von "Game of Thrones" zu "Gunpowder"

In der dreiteiligen BBC-Adaption der historischen "Gunpowder"-Verschwörung schlüpft "Game of Thrones"-Star Kit Harington in die Rolle des rachedurstigen Königsgegners Robert Catesby im England des 17. Jahrhunderts.

Mit Jon Schnee verkörpert der britische Schauspieler Kit Harington eine der populärsten Figuren in der Fantasyserie "Game of Thrones". Auf die Liste der "100 wichtigsten Briten" der BBC schaffte es der 32-jährige Star bislang dennoch nicht. Im Gegensatz zu Guy Fawkes, der zuletzt auf Platz 30 rangierte.

Hintergrund

Der berühmteste Verschwörer der britischen Geschichte deponierte 1605 im "Gunpowder Plot" (zu deutsch: "Schwarzpulver-Verschwörung") Sprengstoff unter dem Palast von Westminster, um bei der Parlamentseröffnung die gesamte Staatsspitze inklusive König Jakob I. auszuschalten.

Die Autoren Ronan Bennett ("Public Enemies") und Daniel West wollten die Geschichte im Serienformat neu erzählen. Zu den Ideengebern zählte dabei auch Kit Harington, der neben der Produktion auch eine Hauptrolle im von J Blakeson ("Die 5. Welle") inszenierten BBC-Dreiteiler "Gunpowder" (ab 15. Januar, 20.15 Uhr bei RTL Crime) übernahm.

Darum geht's in "Gunpowder"

Kit Harington spielt den katholischen Landadeligen Robert Catesby, der den Anschlag ursprünglich geplant hatte. Eine interessante Besetzung, denn Kit Harington ist mütterlicherseits ein direkter Nachfahre des Verschwörers. Catesby sinnt auf Rache am protestantischen König Jakob I. (Derek Riddell), der die katholische Bevölkerung grausam unterdrückt. Im Sprengstoffexperten Guy Fawkes (Tom Cullen) findet Catesby den Vollstrecker seines Racheplans, doch seine besorgte Cousine Anne Vaux (Liv Tyler) versucht, ihm ins Gewissen zu reden.

Originaltrailer zur Serie "Gunpowder"

GOKA-Wertung

"Gunpowder" spart nicht mit Gewaltdarstellungen. So wird gleich in der ersten Episode ein junger Priester gehängt und gevierteilt. Harington verteidigte sein Herzensprojekt: So viel Brutalität sei wichtig, um die Motive für die Verschwörung zu verstehen. Damit ist die Miniserie sicherlich nichts für zarte Gemüter, aber die starken Darsteller und die beeindruckende Ausstattung dürften nicht nur Historienfans überzeugen.