"Dead End": Wenn der Vater mit der Tochter Leichen zerlegt

Michael Gwisdek und Antje Traue spielen in der Serie "Dead End" Rechtsmediziner in der Provinz. Mehr als makaber!

ZDFneo zeigt die sechsteilige Serie "Dead End" ab dem 26. Februar 2019 immer dienstags um 21.45 Uhr. Bereits ab dem 26. Februar sind alle Folgen in der ZDF-Mediathek verfügbar.

Trailer zu "Dead End"

Darum geht's in "Dead End"

Von New York in die Brandenburger Provinz: Eigentlich will die schroffe Forensikerin Dr. Emma Kugel (Antje Traue) ihren Heimatort nur kurz besuchen, um ihren Vater Peter (Michael Gwisdek) zu sehen. Doch als sie merkt, dass der alternde Leichenbeschauer in seinem privaten Kühlschrank Knochen lagert und auch sonst Zeichen fortschreitender Demenz aufweist, zieht sie kurzerhand zu ihm.

Arbeit, das merkt Emma bald, gibt es auch in Mittenwalde mehr als genug: Mal baumelt die Leiche eines Gleitschirmfliegers in einer Baumkrone, mal liegt ein Toter nackt auf einem Feld, mal erstickt eine Laienschauspielerin während einer "Schneewittchen"-Inszenierung auf der Theaterbühne des Dorfes. Als wären Vergänglichkeit und Vergesslichkeit nicht genug, bekommt Emma auch noch ungebetenen Besuch von ihrem seltsamen Freund Kevin (Nikolai Kinski), der ihr aus New York nachreist – und anscheinend ein schreckliches Geheimnis hütet.

Hintergrund

Die neue sechsteilige Serie "Dead End" hat Regisseur Christopher Schier geschickt gespickt mit Anspielungen auf berühmte US-Vorbilder. Der Österreicher, der schon beim "Tatort" Regie führte, zitiert etwa morbide Motive aus dem 70er-Jahre-Hit um Forensiker "Quincy", aus der preisgekrönten Bestattersaga "Six Feet Under" und aus "Dexter", der schwarzhumorigen Reihe um einen Serienkiller, der sich als Rechtsmediziner tarnt.

Antje Traue als Pathologin Dr. Emma Kugel

Trotzdem habe er "etwas völlig Eigenes" geschaffen, betont Hauptdarstellerin Antje Traue im Gespräch mit GOLDENE KAMERA: "Unsere Serie zeigt ein überhöhtes Abbild der Provinz: Sie ist nicht nur düster und makaber, sondern auch skurril-komisch." Darüber hinaus, so die 38-jährige Schauspielerin, habe sie großen Respekt gehabt vor der Verwandlung in ihre Figur Emma: "Anfangs hatte ich ein bisschen Furcht, mich ihrer anzunehmen, weil sie kein Sweetheart ist und auch nicht leicht zugänglich. Emma lädt nicht dazu ein, sich mit ihr zu identifizieren." Lesen Sie hier das gesamte Interview mit Antje Traue.

Die junge Forensikerin, so Antje Traue, stehe in der Tradition ambivalenter Antiheldinnen. Ihr Filmpartner Nikolai Kinski ergänzt: "In Deutschland hat es lange gedauert, bis man sich an derartige Antihelden herangetraut hat. Aber jetzt ist es endlich so weit!" Lesen Sie hier das gesamte Interview mit Nikolai Kinski.