Katharina Böhm kehrt als "Die Chefin" zurück

Kommissarin Vera Lanz (Katharina Böhm) stellt die richtigen Fragen.
Kommissarin Vera Lanz (Katharina Böhm) stellt die richtigen Fragen.
Foto: ZDF
Resolut, gerecht und erfolgreich: Katharina Böhm geht in der ZDF-Serie "Die Chefin" zum 50. Mal auf Verbrecherjagd!

Tödliche Schüsse in einem Münchener Kinderheim! Ein Einbrecher hat sich nachts in das Gebäude geschlichen und wird von einem Wachmann erschossen. Wie sich herausstellt, wollte der Eindringling einen Jungen entführen. Aber warum? Die resolute Kommissarin Vera Lanz (Katharina Böhm) übernimmt den mysteriösen Fall und erkennt, dass sie eine persönliche Verbindung zu den Ereignissen hat.

Premiere vor sieben Jahre für "Die Chefin"

Mit dieser Geschichte beginnt die neue, zehnte Staffel der ZDF-Serie „Die Chefin“ (ab, Freitag, 23. August, 20.15 Uhr im ZDF). Die Episode mit dem Titel „Justitias Zuhälter“ ist gleichzeitig ein Jubiläum: Zum 50. Mal spielt Katharina Böhm die Ermittlerin Lanz. Vor sieben Jahren war sie erstmals in dieser Rolle zu sehen.

Damals betonte das ZDF in seiner Werbung für die Serie, dass Vera Lanz unter den traditionellen Freitagabend-Kriminalermittlern des ZDF die erste Frau sei. Zuvor befanden sich die Fälle dort nämlich seit vielen Jahrzehnten fest in männlicher Hand: „Derrick“, „Der Alte“ oder auch „Ein Fall für zwei“. „Für mich hat es nie eine Rolle gespielt, dass ich die erste Kommissarin auf diesem Sendeplatz war“, sagt dagegen Katharina Böhm. „Warum auch? Frauen sollten wegen ihrer Qualitäten anerkannt werden und nicht dafür, dass sie Frauen sind.“

Kommissarinnen im Primetime-Einsatz

Regelmäßig mehr als fünf Millionen Zuschauer

Anerkennung bekommt sie für ihre schauspielerische Leistung zuhauf. Unter anderem von Kritikern, die der Serie und speziell ihrer Hauptfigur Komplexität und Tiefe bescheinigen. Auch das Publikum ist angetan: Bis heute schalten bei „Die Chefin“ regelmäßig mehr als fünf Millionen Zuschauer ein. „Unser gesamtes Team will an jedem Drehtag etwas Besonderes leisten“, sagt Katharina Böhm. „Auch nach 50 Folgen spult niemand am Set halbherzig seinen Job ab. Alle zeigen immer vollen Einsatz und haben Spaß daran, beim Drehen auch mal etwas Neues auszuprobieren. Ich denke, diese Haltung sorgt für die hohe Qualität der Serie und erklärt zumindest teilweise ihren Erfolg.“

Bekannt wurde Katharina Böhm durch ihre Rolle in der ZDF-Serie „Das Erbe der Guldenburgs“, die zwischen 1987 und 1990 ein Straßenfeger war. Danach war sie allerdings stark auf die Rolle als liebes, hübsches Mädchen festgelegt. Für die Vollblutschauspielerin ein Ärgernis. Erst in der innovativen Krimireihe „Nachtschicht“ von Regisseur Lars Becker durfte sie als Kommissarin ab 2002 in drei Episoden beweisen, dass mehr in ihr steckt.

Böhm wünscht sich neue Erzählweise für "Die Chefin"

Leicht fiel ihr das nicht immer: „Ich war früher wahnsinnig nervös vor der Kamera und konnte vor Aufregung manchmal nicht das spielen, was ich mir vorgenommen hatte“, sagt sie. „Durch meine Rolle als Vera Lanz habe ich gelernt, das abzulegen. Heute fühle ich mich vor der Kamera frei und bin dankbar, dass ich über so viele Folgen einmal richtig tief in eine Figur einsinken kann. Bei schwierigen Szenen überkommt mich zwar immer noch Aufregung, aber die Nervosität beherrscht mich nicht mehr. Sie äußert sich jetzt in einem Adrenalinschub, den ich als positiv empfinde.“

Einen besonderen Wunsch hat sie für die Zukunft von „Die Chefin“ aber noch: „Ich wünsche mir, dass wir wie schon in unserer ersten Staffel auch mal wieder episodenübergreifende Geschichten erzählen. Also nicht in jeder Folge alle Handlungsstränge zum Abschluss bringen, sondern einige über längere Zeit fortlaufen lassen. Ich bin davon überzeugt, dass diese Erzählweise sehr gut zu ,Die Chefin‘ passen würde.“