Neue Serie "Euphoria": Teenager im Drogenrausch

"Euphoria", das erste Jugenddrama von HBO sorgte in den USA für viel Furore. Jetzt startet die Serie bei Sky.

Die neue Serie "Euphoria" zeichnet ein schonungslos realistisches, provokatives Porträt der Generation Z und lässt dabei kein Tabuthema aus.

Sky-Trailer zu "Euphoria"

Darum geht's in "Euphoria"

Nach einer Überdosis und dem Aufenthalt in einer Entzugsklinik während der Sommerferien fängt die 17-jährige Rue zu Hause wieder da an, wo sie aufgehört hat: ihre Gefühle mit harten Drogen zu betäuben. Von ihrer Freundin besorgt sie sich Urin, um ihrer Mutter vorzutäuschen, sie sei clean. Und sie freundet sich mit dem Transgender-Mädchen Jules (Hunter Schafer) an.

Jules trifft einen verheirateten Mann (Eric Dane aus "Grey’s Anatomy") in einem Motelzimmer zum Sex, der brutale Züge annimmt. Als sie in derselben Nacht auch noch von Football-Quarterback Nate (Jacob Elordi) auf einer Party bedroht wird, sieht Jules rot.

Schon die Auftaktfolge von "Euphoria" (ab Mittwoch, 16. Oktober, 20.15 Uhr, Sky Atlantic HD) dem ersten Teenagerdrama des US-Senders HBO, geht nach Art des Hauses in die Vollen. "Die erste Episode ist dabei noch die mildeste", sagt Zendaya, die Rue verkörpert, und lacht.

Die Qualen der Pubertät

Die 23-Jährige wurde beim Disney Channel zum Kinderstar und machte zuletzt als Peter Parkers Schwarm in "Spider-Man: Far from Home" auf sich aufmerksam. "Für mich ist die Serie nicht so wild und auch nicht weit hergeholt. Sie überrascht, weil die Charaktere jung sind. Aber das bedeutet nicht, dass das Gezeigte niemandem in diesem Alter widerfährt", sagt die Kalifornierin, die in dieser Adaption einer gleichnamigen israelischen Serie von 2012 großes Können beweist.

Ihre Geschichte als Teenager im Drogenrausch beruht hauptsächlich auf Suchterfahrungen von Showrunner Sam Levinson, Sohn des Hollywoodregisseurs Barry Levinson. In Montagen wird Rues emotionale Achterbahnfahrt mit der anderer Kids in schneller Musikvideo-Ästhetik verknüpft, produziert wird "Euphoria" auch von Rapper Drake.

"Wir haben 100 Szenen pro Folge", sagt Zendaya. "Wenn ich etwas schaue, ist meine Aufmerksamkeitsspanne sehr kurz und ich greife zum Handy. Deshalb wollte Sam, dass die Serie nie langsamer wird und immer etwas passiert."

GOKA-Tipp, weil...

In den USA sorgte die Serie für Aufsehen, weil sie das Teenagerleben ungeschönt und zugleich einfühlsam so zeigt, wie es oft ist: Die Kids feiern zugedröhnt Partys und kämpfen Tag für Tag mit ihren Ängsten und Unsicherheiten. Und "Euphoria" thematisiert Sex, wie ihn sich Jungs nach regelmäßigem Pornokonsum im Netz vorstellen – oder im Stil eines heimlich gefilmten Entjungferungsvideos, das in der Highschool die Runde macht. Alle Zuschauer, die noch ohne Internet erwachsen wurden, werden nach "Euphoria" froh darüber sein.