Neue Serie "Bullets": Sibel Kekilli als zerrissene Terroristin

Sibel Kekilli in "Bullets". Ab Dienstag, 3. Dezember 2019 bei RTL Crime.
Sibel Kekilli in "Bullets". Ab Dienstag, 3. Dezember 2019 bei RTL Crime.
Foto: RTL
In der neuen Nordic-Noir-Serie "Bullets" spielt Sibel Kekilli ein einsame Terroristin in Finnland. Ab Dienstag, 3. Dezember bei RTL Crime.

Im Zentrum von "Bullets" stehen zwei Frauen, die unterschiedlicher kaum sein könnten, aber dennoch ähnliche Ziele verfolgen: Undercover-Polizistin Mari Saari (Krista Kosonen) und die mysteriöse Madina Taburova (Sibel Kekilli), die unter falscher Identität nach Finnland reist und politisches Asyl sucht. Wie sich schnell herausstellt, handelt es sich bei Madina Taburova um eine international gesuchte Terroristin, die Menschen für Selbstmordanschläge rekrutiert. Doch was will diese Frau ausgerechnet in Finnland?

Trailer: "Bullets"

In einer der beiden Hauptrollen ist Sibel Kekilli zu sehen, die spätestens seit ihres Auftritts in "Game of Thrones" auch international sehr gefragt ist. An der Seite von Axel Milberg spielte die 39-Jährige zwischen 2010 und 2017 in insgesamt 14 Episoden im Kieler "Tatort". Im Interview mit RTL Crime spricht Sibel Kekilli über ihr neues Serien-Projekt "Bullets", hinter dem die Macher von "Die Brücke", "The Killing" und der "Millennium"-Trilogie stehen.

Frau Kekilli, Sie verkörpern Madina Taburova, erzählen Sie etwas über Ihre Rolle.

Sibel Kekilli: „Madina ist eine Terroristin, die junge Mädchen für Selbstmordattentate rekrutiert. Weil sie zuvor ihren Ehemann auf tragische Weise verliert und ihr auch die Tochter weggenommen wird, vertraut sie sich aus diesem Schmerz und persönlicher Verzweiflung heraus einer Gruppe von Frauen an, die Mädchen zu Selbstmordattentätern ausbildet. Als sie später schließlich doch aussteigen will, wird sie mit dem Leben ihrer verschwundenen Tochter erpresst und so zum Weitermachen gezwungen. Diesmal mitten in Europa.“

Madina ist eine international gesuchte Terroristin. Würden Sie sie als den klassischen Bösewicht bezeichnen?

Sibel Kekilli: „Nein, definitiv nicht. Die Rolle Madina ist Terroristin geworden, weil einige Schicksalsschläge sie dazu gezwungen haben. Sie hadert oft mit der Rekrutierung anderer junger Mädchen, weiß, dass sie damit die Mädchen ins Unglück stürzt, sie hat aber einfach keine andere Wahl.“

Welche Motivation treibt Madina an?

Sibel Kekilli: „Motivation würde ich es nicht nennen, sie handelt eher aus externen Zwängen heraus. Am Anfang ist es die Rache für ihren toten Mann und ihr verlorenes Kind, der sie antreibt. Später dann, weil sie sonst das Leben ihres Kindes aufs Spiel setzen würde.“

Im Zentrum der Handlung stehen zwei starken Frauen – eher die Ausnahme für Serien dieses Genres. Mit ein Grund für Sie, die Rolle angenommen zu haben?

Sibel Kekilli: „Ich nehme Rollen an, wenn mir die Figur und das Drehbuch zusagen. Dabei spielt es eine untergeordnete Rolle, ob das ein vermeintlich großer oder kleiner Part ist. Die Figur muss mich emotional reizen und auch ein Stück weit herausfordern und natürlich sollte auch die Geschichte drum herum stimmen. Aber dass bei ‚Bullets‘ auch noch zwei Frauen im Mittelpunkt stehen, macht es natürlich noch ein Stückchen interessanter.“

Spätestens seit "Game of Thrones" stehen Ihnen die Türen in Hollywood offen. Was macht den Reiz einer vergleichsweise „kleinen“ europäischen Produktion aus?

Sibel Kekilli: „So denke ich nicht. Mir geht es nicht darum, ob ich in einer vermeintlich kleinen oder großen Produktion mitwirke, sondern darum, ob Rolle und die Geschichte spannend sind.“

Welche Ziele haben Sie für Ihre weitere Karriere – gibt es eine Traumengagement, eine Traumrolle?

Sibel Kekilli: „Bisher bin ich zufrieden, wie alles gelaufen ist, allerdings kann man in diesem Beruf ja ohnehin nie richtig planen. Ich wünsche mir in jedem Falle auch für die Zukunft vielfältige, spannende starke Frauenfiguren, die ich spielen darf.“

Zum Abschluss: "Bullets" ist eine Mischung aus Krimi, Drama und Polit-Thriller. Wie würden Sie die Tonalität und den Stil der Serie in Ihren Worten beschreiben, worauf dürfen sich die RTL Crime-Zuschauer freuen?

Sibel Kekilli: „In jedem Falle dürfen sich die Zuschauer auf eine düstere Nordic-Noir Serie freuen, mit einer vielschichtigen Story, die ein paar unerwartete Wendungen nimmt. Und natürlich auf tolle Bilder überwiegend aus einem kalten, winterlichen Helsinki“.

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