"Die verlorene Tochter": Neue Miniserie gibt jede Menge Rätsel auf

Die sechsteilige Miniserie "Die verlorene Tochter" gibt jede Menge Rätsel auf. Die 16-jährige Isa ist vor 10 Jahren spurlos verschwunden und Peter Wollf hat jahrelang vergeblich nach ihr gesucht. Jetzt taucht sie wieder auf und der ehemalige Polizist muss sich mit seiner Vergangenheit beschäftigen. ---- Ab dem 27. Januar, 20.15 Uhr im ZDF, ab dem 20.01. in der ZDF-Mediathek.

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Warum war Isa jahrelang verschwunden? In der sechsteiligen ZDF-Miniserie „Die verlorene Tochter“ wird ihr düsteres Geheimnis gelüftet.

Eine Leiche, kein Lebenszeichen, keine Lösegeldforderung: In einer Sommernacht verschwindet die 16-jährige Brauereierbin Isa von Gems (Henriette Confurius) spurlos – kurz nachdem sie ihre Mutter Sigrid (Claudia Michelsen) in flagranti bei einem Seitensprung mit dem Polizisten Peter Wolff (Götz Schubert) ertappt hatte. Angetrieben von seinem Schuldgefühl sucht Wolff jahrelang nach Spuren des Mädchens, jedoch ohne jeden Erfolg. Zehn Jahre später: Genauso plötzlich, wie sie verschwunden war, steht Isa von Gems wieder vor der Tür. Doch statt ihren verblüfften Eltern Rede und Antwort zu stehen, gibt sie vor, sich an nichts zu erinnern. Schon bald tauchen Zweifel auf: Lügt die junge Frau?

Verbirgt "Die verlorene Tochter" ein dunkles Geheimnis?

Und vor allem: Ist sie tatsächlich die lange verschwundene Tochter, die wie durch ein Wunder zurückkehrt? Das ist die Ausgangssituation einer sechsteiligen Miniserie (ab dem 20. Januar in der ZDF-Mediathek, am 27. Januar, 20.15 Uhr im ZDF), die sich erfreulicherweise nicht auf eine simple, lineare Spurensuche beschränkt. „In ‚Die verlorene Tochter‘ loten wir die Untiefen des Lebens aus, indem wir glaubwürdige Menschen zeigen, die sich in einem Geflecht aus Leidenschaft und Pflichtgefühl verstrickt haben“, erklärt der Regisseur Kai Wessel („Mord in Ludwigslust“).

Henriette Confurius im Interview zur Serie "Die verlorene Tochter"

Der Clou der verschachtelten Geschichte: Jede der 45-minütigen Episoden betrachtet zum Einstieg die Ereignisse in der Nacht von Isas Verschwinden aus der Perspektive einer anderen Person und verdeutlicht so, dass es keine allgemeingültige „Wahrheit“ gibt. Zumal auch klar wird, dass nicht jedes Familienmitglied gleichermaßen erfreut ist über die Rückkehr der verlorenen Tochter. Isas Vater Heinrich (Christian Berkel) verlangt einen DNA-Test, ihr Bruder Philip (Rick Okon) wähnte sich bereits als Alleinerbe des Unternehmens und sieht seinen Plan bedroht, es hinter dem Rücken des Vaters zu verkaufen.

Selbst Wolff ist sich nun plötzlich nicht mehr sicher, ob es eine gute Idee ist, die Wahrheit über Isas Verschwinden herauszufinden. Denn der Expolizist, der jetzt im Sicherheitsdienst der Brauerei arbeitet, muss erfahren, dass sein Sohn Robert (Max von der Groeben) in der Nacht von Isas Verschwinden mit dem Mädchen durchbrennen wollte. „All diese Beispiele illustrieren sehr schön, dass unsere Geschichte über leichte Unterhaltung hinausgeht“, meint Götz Schubert im Gespräch mit GOLDENE KAMERA. „Denn sie zeigt, dass sich die Schuld für ein Verbrechen nicht immer einem einzigen Sündenbock zuschieben lässt. Auch wenn das häufig so einfach erscheint.“

GOLDENE KAMERA Serien-Tipp, weil...

Einfach ist nichts in diesem Familiendrama – und genau deshalb ist es hoch spannend!