"Die Rosenheim-Cops": Der letzte Fall für Hofer

Der verstorbene Schauspieler Joseph Hannesschläger ist in "Die Rosenheim-Cops: Schussfahrt in den Tod" (Mittwoch, 19. Februar 2020, 20.15 Uhr im ZDF) zum letzten Mal in seiner Paraderolle beim Ermitteln zu sehen.

Am 20. Januar verstarb Joseph Hannesschläger. Ein Krebstod mit nur 57 Jahren. Seit 2002 spielte der Darsteller in über 400 Folgen der "Rosenheim-Cops" mit. Nun wird die letzte Folge, in der er als Kriminalhauptkommissar Korbinian Hofer ermittelt, ausgestrahlt.

Darum geht's in "Die Rosenheim-Cops: Schussfahrt in den Tod"

Aufregung im Skiparadies Stephanszell: An der Talstation kommt per Sessellift ein Toter an, sodass Polizei-Sekretärin Stockl ihre Ermittler mit "Es gabat a Leich" alarmieren muss. Die Kriminalisten finden heraus, dass es sich bei dem während der Fahrt erschossenen Opfer um den wohlhabenden Orthopäden Dr. Hans Dreyer handelt. Dieser war bis aufs Blut zerstritten mit seinem ehemaligen Praxis-Kompagnon Dr. Gerhard Paulsen (Simon Licht). Die Nachforschungen ergeben darüber hinaus, dass Paulsen zudem ein Verhältnis mit Dreyers Frau Daniela (Isabell Gerschke) hatte. Haben die beiden etwas mit dem Mord zu tun, aus Habgier oder Rache?

"Die Rosenheim-Cops" waren für die GOLDENE KAMERA nominiert:

"Die Rosenheim Cops" im Interview auf dem roten Teppich
"Die Rosenheim Cops" im Interview auf dem roten Teppich

Ins Visier der Rosenheimer Kriminalpolizei gerät außerdem der macht- und raffgierige "großkopferte" Geschäftsmann Johannes Graulinger (Andreas Borcherding). Aber auch Skilehrer Frank Steidl (Adrian Spielbauer) hatte wegen seines Handicaps aufgrund einer falschen Behandlung einen abgrundtiefen Hass auf den ermordeten Orthopäden. Ein weiteres Tatmotiv könnte zudem darin liegen, dass sowohl Steidl als auch Dreyer ein Auge auf die Hüttenbedienung Sophie (Franziska Janetzko) geworfen hatten. In die hatte sich jedoch auch der Almwirt Brandt (Anton Algrang) verguckt, dem die Tatwaffe gehört, die bei der Skipiste aufgetaucht ist.

Als die Kommissare ermitteln, dass Brandt mit Dreyer wegen Sophie Streit hatte, erhärtet sich der Verdacht gegen ihn. Nachdem dieser kein Alibi vorweisen kann, nehmen ihn die bayerischen Cops in U-Haft. Dann wird Skilehrer Steidl ermordet aufgefunden. Die beiden Fälle scheinen zusammenzuhängen. Aber wie? (Inhalt: ZDF)

Hintergrund

Das ZDF zeigt das Winterspecial "Schussfahrt in den Tod" in Spielfilmlänge zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr. Da die Dreharbeiten im Salzkammergut in Österreich stattfanden, Joseph Hannesschläger aber schon erkrankt war, übernehmen Dieter Fischer und Igor Jeftic als Kommissare Stadler und Hansen die Hauptarbeit. Produzent Alexander Ollig erklärt gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: "Dass Joseph Hannesschläger in diesem Film nur einen kleineren Part hatte, war mit ihm besprochen, da er aufgrund seiner Einschränkungen nicht beim Außendreh im Schnee dabei sein wollte. Wir wollten ihn aber natürlich gerne dabei haben."

GOLDENE KAMERA TV-Tipp, weil...

Diese Folge ist definitiv etwas für alle Zuschauer, die dieses Jahr den Schnee vermissen. Es gibt wunderschöne weiße Panoramablicke auf die Alpen, dichtes Schneegestöber und so viel Masse an weißer Pracht, das selbst die Kommissare darin feststecken. Schade nur, dass Joseph Hannesschläger so wenig zu sehen ist. Ein kleiner Trost: Am 17. März ist er in einer kurzen Szene präsent. Hofer verabschiedet sich von seinen Kollegen, um zur Aushilfe als Leiter einer Fortbildung nach Husum zu reisen. Dann ist der Abschied leider endgültig.